Folge 1: Psoriasis
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Kapitel
Show Notes
In dieser Episode des Gesundheits-Podcasts besprechen die beiden Heilpraktiker verschiedene Aspekte von Hauterkrankungen und deren Behandlung. Sie diskutieren über Vitamin D und dessen mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit, insbesondere bei Hautproblemen wie Neurodermitis und Psoriasis. Die Hosts teilen ihre Erfahrungen aus der Praxis und besprechen verschiedene Behandlungsmethoden, wie Kortison, Antibiotika und monoklonale Antikörper. Sie betonen die Wichtigkeit, die Ursachen von Problemen zu verstehen und nicht in Schubladendenken zu verfallen. Die Episode bietet einen umfassenden Überblick über die Komplexität von Hauterkrankungen und die individuellen Unterschiede zwischen Patienten. Die Hosts diskutieren auch über die immunmodulierende Wirkung von Vitamin D und teilen positive Erfahrungen aus ihrer Praxis. Insgesamt bietet diese Episode wertvolle Informationen und Einblicke in die Welt der Hauterkrankungen und deren Behandlung. Die Hosts betonen die Notwendigkeit, über das bloße Identifizieren von Problemen hinauszugehen und die Ursachen von Problemen zu verstehen. Sie teilen ihre eigenen Erfahrungen und Stärken in verschiedenen Bereichen der Heilkunde und diskutieren über die möglichen Zusammenhänge zwischen Vitamin D, Entzündungskaskaden und Hormonregulation. Die Episode endet mit einer positiven Note, indem die Hosts über die Freude und das Privileg sprechen, in ihrem Beruf als Heilpraktiker zu arbeiten und neue Erfahrungen zu sammeln. Die Hosts diskutieren auch über die Bedeutung von Urinanalysen bei der Diagnose und Behandlung von Hauterkrankungen und teilen ihre Erfahrungen mit der Anwendung von Urinfunktionsdiagnostik in ihrer Praxis. Die Episode bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Aspekte von Hauterkrankungen und deren Behandlung und bietet wertvolle Informationen und Einblicke für alle, die sich für die Gesundheit und die Heilkunde interessieren.
Transkript
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Intro
0:29Muss auch nichts Neues geben. Lustigen Fall habe ich natürlich wieder gehabt. Ja, erzähl mal. Ja, der lustige Fall war, äh, vor circa fünf Wochen kam, ähm, eine Dame aus der Gegend von, von Niederösterreich, also Melk die Ecke quasi, kam und meinte, ja, sie habe eben da ein ganz großes Hauptproblem, schon seit zehn Jahren oder viele Jahre, ähm, ist halt immer schlimmer geworden und man ist sich nicht sicher, ist es eine Moradermitis, ist es eine Psoriasis, also es ist so entzündlich, teilweise schuppig, ähm und mittlerweile halt
1:04Der ganzen Körper, also wirklich von hier oben bis dort unten, man sieht es an den Händen und Armen, wenn sie quasi ein Oberteil anhat, ganz wund und sie kratzt halt auch, wie blöd es juckt und ist halt unangenehm und ähm ja, nichts hilft und die bisherigen Maßnahmen beschränken sich eigentlich auf ähm, ähm ja bitte. Kortison Salbe. Ja, nehmen Sie Kortison oder bitteschön schmieren Sie eine Kortison Salbe und dann schmieren Sie doch bitte eine andere Kortison Salbe und wir hätten dann auch noch eine dritte Kortison Salbe und jetzt ist es so,
1:34So, dass sie für sich dann beschlossen hat, okay, also zum einen scheint es ja nicht nachhaltig zu wirken und zum anderen ist sie sehr, äh, sag ich mal jetzt auch sehr komplementär oder naturerkundlich angehaucht und sagt, naja, das ist für sie einfach nicht die Lösung, damit fühlt sie sich nicht wohl. Und de facto ist es ja auch so, ich meine der Ausschlag ist ja gewachsen, gewachsen, gewachsen und mittlerweile hat ein Großteil ihres Körpers bedeckt, sagt sie vielleicht auch zu Recht, ähm, eine Lösung wäre schön, weil irgendwie ist es ja ein bisschen eine Einbahnstraße.
2:06Na gut, auf jeden Fall habe ich mir das Ganze dann mal angeschaut, also vom Hauttyp her, sie ist so ein ganz, ganz blasser, ähm, heller Hauttyp, eigentlich eine ganz feine, weiche Haut und ähm, Sondern eigentlich landwirtschaftlich t aber sie hat gesagt von wegen ja sie war schon immer so hell und sie wird auch gar nicht richtig dunkel also irgendwie ist sie hell so Und ich hab ja wie halt immer macht man nat so ein erstmal so unser umfangreiches Blutbild um mal alles abzuchecken aber ich hab mir da schon so ein bisschen gedacht hm diese Hauttypen die immer so extrem hell sind und so wenig Pigmente bilden da geht bei mir immer so die Vitamin D im Kopf an weil ich das noch nicht erinnern kann eben dass ich das mal so geh und gelesen hatte dass eben halt auch die der Unwille des K Pigmente zu erzeugen halt auch darauf hindeuten kann
Vitamin D
3:01Ähm, dass grundsätzlich eigentlich eben Vitamin D Thema dahinter steht, also nicht nur die genetische Komponente, dass man vielleicht einfach eher der skandinavische Typ ist, sondern eben auch der Körper einweise mitteilen möchte, du Pigmente sind nicht, weil wir haben solche Mangelzustände, wir können jetzt nicht auch noch einen Filter einbauen. Also das war irgendwie so eine Erinnerung und gut, ging mir da schon an und habe ich dann gesagt, ja das machen wir jetzt, machen wir jetzt mal ein großes Blutbild, Standardparameter, ähm, Differenzialblut, Bildleberwerte, Nierenwerte, ähm, Hormone natürlich auch dabei und ähm, eben wie gesagt auch Vitamin D und ich habe ja dann noch einen Speicheltest,
3:48Ja gut, wir haben uns dann wieder gesehen, haben den Test gemeinsam ausgewertet und ähm kam halt raus, also ein Serum Vitamin, der 25 OH Vitamin D Wert von 10,2 oder 10,4, also niedrig, sehr niedrig. Niedrig, ja, nicht nur, nicht nur für mein Empfinden niedrig, für mein bisschen vielleicht empfindlicheres Empfinden, sondern tatsächlich auch jetzt von den Grenzwerten her eigentlich indiskutabel. Und ähm, DHEA im Speichel war irgendwie auf paar 90 runter, also auch da war nicht wahnsinnig viel da.
4:33Ja, und daraufhin habe ich gesagt, ähm, aus meiner Erfahrung heraus, dass eben Vitamin D auch so leidenschaftlich gerne massive Behandlungsblockaden ähm macht und ich festgestellt habe, dass eigentlich nichts funktioniert, solange man da nicht erstmal das Vitamin D auch wieder saniert hat, um eben Entzündungskaskaden wieder möglich zu machen, Regenerationskaskaden, auch Hormonkaskaden einfach wieder in Schwung zu kriegen.
4:55keep it simple heute ne wir starten jetzt erstmal quasi mit der mit der ersten Ebene und die erste Ebene hei wir werden sie jetzt probieren in m kurzer Zeit nierenvertr und ihre Nierenwerte waren hervorragend tats nierenvertr quasi auf einen vern brauchbaren Vitamin D anzuheben und sie k nebenher weil ich gesehen habe eben dass das DIA auch so low ist und das eben auch eine gro Rolle bei so Entz und allgemeines Wohlbefinden und so weiter auch spielt
5:30Nehmen Sie das bitte mal dazu, ganz moderat mit 10 Milligramm per Tier, ähm und ähm, dann werden wir uns quasi nach ähm, ja ziemlich genau 30 Tagen wieder treffen, warum 30 Tage, weil der Packungsinhalt ist 10 Milligramm Dose, ähm Dose. Okay. Nee, nee, tatsächlich aus dem Grund, also ich fand, der Hersteller macht das auch nicht blöd, ich fange, es ist immer geschickt bei DHEA, noch dazu, wenn über lange Zeit die Werte so low waren, ähm quasi mit einer sehr, sehr kontrollierten, moderaten Dosis von 5 bis 10 Milligramm zu starten. Warum? Das kann tatsächlich einfach neben ihren Überforderungen, ähm hervorrufen, die beim Patienten so ein bisschen eine Wirkung haben, als wenn sie koksen würden. Also die fahren dann so extrem hoch, werden nervös und unruhigt, ne, deshalb hat man es ja eh am Morgen geben sollte.
6:17Und deswegen starte ich gerne mit so einer moderaten Dosis von 10 Milligramm, ähm und sag dann eben nach vier Wochen, also nach diesen 30 Tagen quasi, sag ich dann so und jetzt kann man quasi die Dosis auch erhöhen. Und deswegen trifft sich's halt dann immer gut, dass man sagt, okay, erstes Feedback quasi nach diesen 30 Tagen, haben sie denn schon was gespürt, wie geht's ihnen denn, was ist denn so der Status quo? Da musst du aber nicht nochmal nachtesten, labormäßig.
6:45Nee, noch nicht, weil nach 30 Tagen bei 10 Milligramm, ich weiß, dass der Wert mit Sicherheit noch lange nicht da ist, wo ich ihn haben möchte. Nur ist es halt schon mal so viel anfüttern, dass man sieht, wie das System reagiert und wie ihr Empfinden sich verändert wird. Also erfahrungsgemäß ist es, ich fahre eigentlich ganz gut damit bei so niedrigen Werten, wenn ich sage, okay, 30 Tage 10 Milligramm, Dann eben nochmal 30 Tage oder was in dem Dreh nochmal vier Wochen lang 25 Milligramm dann macht man mal wieder einen Check und guckt wo man liegt und dann ist man teilweise entsetzt dass man immer noch nicht so wahnsinnig hoch ist ne Also das geht auch nicht so schnell aber ich mach eben mit dem DAA lieber moderat weil eben die ja die Reaktion da drauf kann so ein bisschen Unruhe Panik und so ein aufgekratzt sein Sein so und man m ja die Nebenniere auch mitnehmen ne Also wir wollen ja nicht irgendwie so reinklonken dass quasi die Nebenniere gleich die Segel streicht so
7:45So, also deswegen war das quasi sehr moderat, Vitamin D saniert schon in höheren Dosen tatsächlich auch und eben das Ding. Und ich war ein bisschen gespannt darauf, ähm, tatsächlich, wie schaut sie denn eben in vier Wochen so zum ersten Fazit dann Und das war in letzter Woche, kam sie dann. Und ähm, ja, sie kam ja schon so ein bisschen dem Honigkuchenpferd entgegen, also sie hatte so ein, also ein freudiges Lächeln drauf und da hab ich mir schon gedacht, okay, so vielleicht kann es nicht sein, weil ähm, es dann schauen die Patienten in der Regel anders.
8:18Und ich hab sie dann auch drauf angesprochen und gesagt, als wir so im Zimmer gegenüber saßen, hab ich gesagt, ja, also ich sehe, ihre Stimmung scheint nicht das Schlechteste zu sein, ähm ich gehe davon aus, dass sie schon positives Feedback zu geben haben und dann sagt sie so, ja, also ganz klar, also was einfach ganz heftig ist, also ähm, erstens mal, sie schläft besser, sie schläft tiefer, sie schläft erholter, sie steht in der Früh nicht mehr total mischugger auf, sie ist viel wacher, sie hat insgesamt viel mehr,
8:48Energie, ihr Tag ist sicherlich in zwei Stunden auch wieder länger geworden, sie ist nicht mehr abends um acht vollkommen streichzah, sie schafft es jetzt wieder bis zehn. Also es geht ihr vom Gesamtbefinden schon deutlich besser, sag ich, irgendwas macht die Haut. Ja, und die Haut ist auch schon um 70 Prozent besser. Ich so, 70 Prozent, das habe ich selber nicht mal mit gerechnet. Also das war dann schon heavy und das war tatsächlich so, da die Entzündlichkeit ist vollkommen zurückgegangen, dass natürlich noch so die Ränder und die rosane Haut gesehen wurde, die Entzündung war, aber diese ganze, dieses ganze Blut, die griss,
9:18Die Essige war tatsächlich halt schon verschwunden und ähm, ja, dementsprechend war sie halt wirklich gut gelaunt, weil auch dieser chronische Juckreiz und das Bedürfnis, sich quasi täglich die Haut abschälen zu wollen, was sie so auch beschrieben hatte, der war halt schon mal weg. So, und da habe ich gesagt, na gut, dann wage ich jetzt zu dem Zeitpunkt auch schon eine recht positive Gesamtprognose auszusprechen, weil ich natürlich davon ausgehen muss, wenn jetzt halt auch die Vitamin D-Werte sich weiter stabilisieren und vor allen Dingen halt der DIA eigentlich jetzt mit der eigentlichen therapeutischen Dosis dann von 25 Milligramm dann nochmal signifikante Sprünge machen wird, dann ähm, wird das halt nochmal einen ganzen Sprung besser werden, ne?
9:58Und das, die ist tatsächlich, das ist tatsächlich soweit, dass ähm an vielen Stellen sie einfach auch schon Vernarbungen hat, durch diese chronische Entzündung und durch dieses immerhin. Kratze, selbst wenn du es nicht bewusst machst, aber sie hat gesagt, sie hat sich halt auch dabei, wie sie so im Halbschlaf in der Nacht halt irgendwie so. Na ja, klar. Bisschen wie Narben, ne, und da schaust du halt da. Ja, ein bisschen, tatsächlich an manchen Stellen sah es ein bisschen aus wie Brandnarben schon, ne.
10:22Ja, das geht halt jetzt alles zurück, ne. Ja, so ein bisschen amüsant ist an der Geschichte, man muss sich überlegen, ne. Ich meine, die therapeutischen Kosten für diese letzten vier Wochen haben sich auf 26 Euro belaufen pro Monat. Das ist halt gar nichts. Das darfst du gar keinem sagen, ich meine, das muss man überlegen, 26 Euro dafür, dass jemand seinen Prozent aufschlaglos ist, also die Dose DIA kostet 11,80 Euro oder so, so 11,90 Euro und dann halt die Dose Vitamin D, die ich hier dazu verordnen kann, 15 Euro und die reicht noch ein weiteres halbes Jahr, also.
Neurodermitis
10:55Ich sag mal, selbst wenn es 260 Euro wäre. Ja, ist wurscht, aber es ist noch, es bekommt nur so, so unfällig noch so Zuckergüsschen, wo du das sagst, ist ja eigentlich ein Witz, ne? Das ist gerade nicht das, worauf ich mich äh, äh, gerade fokussiere, sondern... Ne, ne, da gebe ich dir schon recht, das ist auch nicht der Fokus, das ist natürlich was, was mich dann noch dazu freut, wenn es... Nein, nein, das ist natürlich mega, also...
11:22Eine billige, eine billige Therapie, die auch noch unfassbar erfolgreich ist, äh, ja, ist ein Traum, aber ich bin gerade da, ähm, also, du erzählst mir gerade, dass jemand mit einer Neurodermitis seit, keine Ahnung, wie viel Jahren, Ja, ja. Die kommt und sagt von wegen, naja, also für sie empfunden ist es 70% besser, von mir aus sind es 40 oder 50% besser, kann man jetzt auch direkt vergleichen, aber es ist einfach signifikant besser geworden in 4 Wochen, ne und das ist ja gemessen an der Leidenszeit, der Dauer und dem, was da alles gemacht wurde, auch schon, das ist ja einfach gar nichts.
12:25So, jetzt möchte ich zu meinem Punkt kommen. Ja. Ich habe noch also ich habe noch nie jemanden geh der seine Neurodermitis weggekriegt hat au ich mache mal Cortison aber das ist ja nicht weg das ist ja nur das ist f einen Zeitraum besser und dann flammt es wieder so ne Ja. So.
12:49Also, das ist ja eine unfassbare Tragweite, ich weiß gar nicht, ob dir das gerade bewusst bist, was du hier gerade so... Ja, ähm, wir hatten uns... Ich meine, wer kann denn Neurodermitis erfolgreich, so... Verstehst du? Ja, verstehe den Punkt, das aber jetzt, also tatsächlich ähm, das, ja, ja, ich weiß was du meinst, aber vielleicht ist das gar nicht mehr so der Punkt, wo ich so in die Wallung komme, weil ich mache ja schon seit Anfang an wahnsinnig viel Haut, ne, diese Haut.
13:21Alles gut, alles ist gut, aber wenn jetzt, ich sag mal, von hunderten Eurodermitis geplagten Patienten, die jetzt hier zuhören, rein theoretisch, Und werde ich mit dir, ähm, 100 von den 100 sagen, ey, das gibt's nicht. So, ich fände seit, keine Ahnung, seit 20 Jahren zum Arzt oder wo auch immer. Die Geschichten laufen, klar, sicher. Ich meine, das ist immer dieselbe Sache, ne? Ich meine, wie gesagt, das war nicht provokant formuliert am Anfang.
13:55Nein, nein, nein. Ich will einfach nur. Das ist halt die erfolgische Realität, dass halt das Kortison wechselt und vielleicht bei einer Superinfektion muss halt dann mal irgendwie noch ein Antibiotikum in die Creme rein oder so, aber ja, es ist tatsächlich so, ähm, ich meine jetzt seit der, seit der, der Einführung der monoklonalen Antikörper gibt's da natürlich dann noch diese ganzen, äh, Humira-Spritzen und so weiter, die alle probiert werden, aber erfahrungsgemäß sind die Erfolge halt irgendwo zwischen, ja, es wird besser, aber es holt mich nicht,
14:25Das Einzige, da kann ich mich noch so dran erinnern, weil das so prägnant war, weil ich dachte, boah, wie abgefahren ist das? Vor 15 Jahren ungefähr hat ein Patient zu mir gesagt, ja mein Sohn, der hatte Neurodermitis, aber dann waren wir bei einem Heilpraktiker und der hat aus dem Stuhl was raus extrahiert und hat das irgendwie, ich weiß nicht, in Tropfenform gemacht oder in Globuliform und dann, Und dann kurz genommen und dann war das weg Und dann dachte ich boah krass Alter so so wo ist der Typ jetzt und warum wei das keiner wie das geht Und ja Ja Auch da an der Stelle nat also um jetzt mal ich glaube da einzuhaken die erste Schwierigkeit besteht ja in der Praxis schon da dran in sehr h F tats die Neurodermitis rein klinisch von der Psoriasis zu unterscheiden
15:27Ich meine, es gibt ganz viele Psoriasis-Erscheinungen, die halt nicht klassisch silber-weiß rieseln und diese extreme Schubrungen haben und so weiter und auch nicht immer die Prädilektionsstellen so wunderschön wie im Dermatologie-Handbuch sind auftreten, also sprich an den Ellenbogen-Außenseiten und die Neurodermitis ist an den Ellenbogen-Innenseiten, also an der Beuge drinnen und ähm, ähm, die Psoriasis-Erscheinungen,
15:57Er hat grundsätzlich die Neigung mehr auch stammbetont dann aufzutreten oder im Bereich eben des Haaransatzes, das gibt ja lauter solcher Geschichten. Und am Strich, ich muss sagen, ich habe in allen buntschillernden Variationen diesen Krampf auch schon gesehen, sowohl die Psoriasis als auch die Neurodermitis. Für mich tatsächlich ist immer eine, und auch die Abhängigkeit zum Beispiel von Stress, bei dem einen geht es bei Stress, wird es schlechter, wird es schlechter.
16:22Ähm und trotzdem muss ich aber sagen, ähm, dass äh ich's in der Praxis ähm, ähm, tatsächlich eigentlich auch nur mit dieser Urinfunktionsdiagnostik ähm wirklich differenzieren kann. Und jetzt bei dem Fall bei der Dame, ne, also tatsächlich auch da kann ich nicht wirklich sagen, ob, also ich würde eher sagen, es war ging in Richtung psoriatrischer Hautausschlag, begründe ich auch gleich dazu. Aber das verschwimmt ja auch so ein bisschen, ne, was, wie das quasi halt immer diagnostiziert wird und es ist auch dann für die dermatologische Praxis ja einmal für sich vollkommen irrelevant, weil ich in beiden Fällen quasi mit diesen Antikörpergeschichten heute arbeite oder halt, ja, symptomatisch mit Kortison, gegebenenfalls eben Antibiotikum dazu oder sonst was.
17:17Also es macht ja den signifikanten therapeutischen Unterschied gibt ja klassisch dermatologisch an und fassig nicht bei mir war damals die als ich eigentlich auf dieses Thema auf das Hautthema gekommen bin das war ziemlich fr eigentlich sogar schon w meiner Ausbildung und tats noch weil ich mir habe okay wieso machen sich eigentlich irgendwie Pathologen die M zwei Hauterkrankungen die so sind oder so sein k auch von ihren Erscheinungen her so definiert von der Nomenklatur her zu unterscheiden ne also wieso wird jetzt eine Neurodermitis so explizit darauf hingewiesen
18:00Dass das Problem offensichtlich neurologischer Art ist, so. Und dann habe ich damals eben überlegt und hab dann, ich hatte so im Hinterkopf einfach nur, na, ich war in Ausbildung noch und als es dann so in die Praxis ging und die irgendwie alle reingetrappelt sind bei mir, äh, ich hab da nicht jetzt speziell für geworben, bitte komm zu mir, ähm, Haut ist mein Ding, also ganz im Gegenteil, ich hab am Anfang auch gedacht, von, boah, Haut, bitte bleibt mir fern, wer soll das unterscheiden können, ne, also, Abstrich und so weiter ist ja noch schön, aber wer unterscheidet jetzt diese
18:30Ja, ja. Ja, wenn man die alten Bücher ein bisschen reinliest, dann wurde eben die Neurodermitis an und für sich als Nervenerkrankung überhaupt gesehen. Es wurde überhaupt gar nicht als klassische Hauterkrankung gesehen, sondern als Nervenerkrankung. Und wenn man die alten Bücher dann auch noch liest, stellt man fest, dass die Psoriasis eben eigentlich als Stoffwechselproblem, also ja Blockade im endogenen Stoffwechsel oder wie auch immer eigentlich mal beurteilt wurde. So.
19:22Ja, da kleiner Reminder, wenn man dann noch an Psoriasis Arthritis, die Komplikation quasi denkt oder die häufig quasi vergesellschaftlich auftritt, okay, gut, kann ich auch noch mitnehmen. Und ähm, tatsächlich war dann der Unterschied, ähm, oder der entscheidende Punkt, an dem ich es differenzieren konnte, oder festgestellt habe, wie ich es differenzieren kann, war tatsächlich über diese Urinfunktionsdiagnostik, weil ähm, ähm, ich bei den Psoriatrikern ähm, ähm, eigentlich
19:52Und wenn ich immer ne klassische Kombination habe, dass ich sehe, dass quasi in den Röhrchen von Darm und von Pankreas eben gerne im kalten Zustand Schaffett auftritt, dass ich womöglich Gallenstauben hab, dass ich Lebermüdigkeiten hab.
Urinanalysen
20:06Das heißt, der Urin zeigt mir bei dem Psoriatrika immer irgendwie eine Verdauungs- und Ausscheidungsassoziation an. So, und jetzt war der Unterschied bei den Neurodermitikern, habe ich das überhaupt nicht gesehen, sondern die Neurodermitiker kamen meistens mit einem relativ dünnen Urin, einem hohen pH-Wert von 7 und die haben Magnesium gepisst. Also es war wirklich dieser klassische Milchpisser, wie er eben in der Urindiagnostik auch bekannt ist, äh und der Milchpisser halt, der mit Nervosität, Unruhezuständen, äh Herzrhythmusgeschichten und so weiter, also diese, diese sogenannte eretische Skrophulose eigentlich aufweist.
20:45Und ähm, ähm, dann kam, hat's bei mir irgendwie im Kopf so klick gemacht, ich so, ah, das meinten die mit Nervensystemgeschichte. Denn bei dem einen entsteht offensichtlich die Haut an und für sich eben aus einer Störung, ähm, ähm, aus einer Dysregulation von Sympathikus und Parasympathikus, bei der die sich im Urin halt dann durch diesen Magnesiumverlust zeigen kann. Und beim anderen ist es eine Stoffwechselthematik. Also habe ich tatsächlich auch am Anfang erstmal ausprobiert und habe gesagt zu den, ähm, zu den Neurodermitis-Patienten, ich stopfe die jetzt mal mit allem voll, was mir so naturkundlich eingefallen ist, auch von Veneda, Vala, Flüger und so weiter.
21:22Also ich bin immer aufs Nervensystem an und für sich gegangen und hab den Nervoregintropfen, Neurexan, ähm, ähm, Neurodoron, ähm, P-Star, Kaliumphosphorikum, Schüsslersalz, Mittenakupunktur zur Beruhigung und Ausgleich, Yin-Yin-Yoga und was weiß ich, ähm, was weiß ich, also alles Mögliche in die Richtung auf die Nase gedrückt und hab ihn einfach dann, ähm, mit diesem Magnesiumzuhang, äh, Zusammenhang eben, Und dann hat es mir auch eingeleuchtet, der Zusammenhang, äh okay, also immer wenn die zum Beispiel, beschreiben sehr sehr viele Neurodermitiker, wenn sie hohe Mengen Zucker oder was da beschrieben, gehen die Hautausschläge hoch, weil der Zucker ja im Hirn aktivieren quasi funktioniert, ne.
22:17Ja ja Die Sympathikus eigentlich geschw werden weil sie am Parasympathikus dranh das hei bei dem Psoriatiker geht die Psoriasis hoch weil seine Ausscheidung wieder schlechter wird seine Entgiftung schlechter wird seine Verdauung schlechter wird Thema dann dranhängen, Leaky Gatt und Darm und was weiß ich was und so weiter. Und beim anderen ist es tatsächlich einfach direkt diese Sympathikus-Übstimulierung, die ihn einfach in, die das Nervensystem ausbrennen lässt.
23:00Der hat nichts mehr, um sein Nervensystem unter Kontrolle zu bekommen. Und das war dann wirklich spannend, als ich angefangen habe, das quasi unter den Gesichtspunkten zu beleuchten, dann wurden auf einmal so diese Fälle so, ach ja, Neurodermitis, puff. Ähm und heute, ja, bei der Dame tatsächlich meine ich, die Patienten kommen ja auch mit Vordiagnosen, ne und ich kann da auch nicht immer jede Diagnose bestätigen, weil das, was ich da in Morin sehe, entspricht nicht unbedingt dessen, was sie mir, äh, was jetzt da am Glatt draufsteht, was ja letztendlich dann auch wurscht ist, aber ähm, ganz klar, was ich herausarbeiten konnte über die Jahre, ist eben dieser massive Zusammenhang mit dem ZNS und das eben spannend,
23:45Was bei denen halt auch immer hilft oder was sie meistens sagen, Ruhe, im Urlaub wird es besser, na heute würde ich nämlich noch irgendwelche Neurostimulationsgeschichten dazu machen. Das hat der Psoriatriker zum Beispiel nicht so stark. Die schildern zwar oftmals dann, wenn sie auch zur Ruhe kommen oder gerade ans Meer kommen, Salz und so weiter, klar, das ist für die Haut natürlich immer schön oder auch hohe Mengen an Sonne, weil es alles besser macht, Vitamin D geht hoch, das haben sie aber auch beide.
24:13Aber tatsächlich bei den psoriatrischen Typen, gerade wenn es eben mit der Psoriasis Arthritis zusammenhängt, kann ich nur sagen, schaut euch den Stoffwechsel an von den Leuten, guckt was da wirklich im Darm passiert und ihr werdet höchstwahrscheinlich ziemlich schnell fündig werden, dass eben da eigentlich ähm diese ganze Verdauungsausscheidungsentgiftungskaskade und so weiter nicht funktioniert. Das kann natürlich mannigfaltig sein, der eine hat es mehr mit der Niere, der andere hat vielleicht, ist eher leberschwach, der nächste hat vielleicht tatsächlich eine Dysbiose und ein Leaky Gut und so weiter. Und zusätzlich kommt dann noch bei, ähm, allen dazu, ähm, würde ich immer mit kontrollieren, was ich aber mittlerweile auch wirklich immer mache, sind die Hormongeschichten, weil wenn ich da eine Blockade habe, dann laufe ich wieder gegen die Wand dagegen. Aber, ähm.
24:59Das habe ich auch schon von dir gelernt Wenn du Darm machst guck Hormone an wenn du Hormone machst guck dir den Darm an Ja ich tats das ist auch was was ich die Jahre selber so so f mich einfach herausdestilliert destilliert habe dass ich festgestellt habe als Funktionsstruktur ist sind diese sind diese Hormone bei so vielen Teilen einfach wichtig und wenn ich dann irgendwas probiere gerade wenn es mit Entz zu tun hat in den Griff zu bekommen und ich sehe
25:31Dass vielleicht auch schon das langfristige Entzündungsgeschehen diese Regulationsmechanismen leer gebrannt hat, dann funktioniert es halt nicht.
Disziplinübergreifendes Denken
25:39Ja, das Fazit eigentlich, was ich für mich über die Jahre wirklich zusammenfassend sagen kann, ist, dass es sich immer lohnt, in der Medizin so ein bisschen disziplinübergreifend zu denken und wirklich einfach auch zu überlegen, Ähm, wir sind halt nun mal nicht nur Hautpatienten, wir sind nicht nur Leberpatienten, sondern wir sind eine Funktionseinheit und unsere, unser Gesamt, ähm, unser gesamter Körper, jeder Anteil davon, äh, hat es verschachtelt wie Zahnräder, die ineinander greifen.
26:17Und wenn halt irgendein Zahnrad einfach festhängt, dann muss ich halt auch die anderen Zahnräder anschauen, ähm, ob die funktionieren. Und wir hatten es ja gerade bei Neurospine, das fand ich eigentlich in der Säulebringstnahme um, ähm, um da auf eure Fortbildung, ähm, die du mit Dr. Adelaies eben gemacht hast, fand ich sensationell, weil gerade diese, diese Idee da, diese Primary Lesion Thematik, ne, von wegen, okay, ich hab hier vielleicht das eigentliche Problem, aber spüren tue ich's in den blöden zwei Bandscheibenvorfällen, die ich fünf Wirbel weiter unten hab.
26:50Das ist genau das, was ich quasi in der Internistik mache, dass ich sage, liebe Freunde, ähm ja, wir spüren vielleicht eben einen Hautausschlag, aber das ist vielleicht eben nur die Secondary Lesion, weil die Primary Lesion liegt wieder an einer ganz anderen Stelle, das heißt, die Idee des Denkens, die ihr da jetzt hat in Bezug auf diese manualtherapeutischen Geschichten quasi vorgestellt hat oder auf die neurologischen und auf die orthopädische, aus orthopädischer Sicht, das fand ich eigentlich so, so,
27:20sch ne weil ich das eben aus meiner Beobachtung hinsichtlich der Internistik so stark best kann wir sind wie so dumme Motten die immer nur der gleuchten Gl nach Oh ja toll das muss sein ja Und dabei verlieren wir komplett einfach diese diese auch zu und das was uns eigentlich die Naturwissenschaft eigentlich lehrt ist schau genau hin und such wo das Problem wirklich herrscht ne wo das Problem eigentlich verhandelt ist Und dieses analoge Denken fand ich wunderbar
27:54Also warum sollte der liebe Herrgott oder wer auch immer, ne, ist ein Platzhalter deiner Wahl, äh, warum sollte er das System, äh, jedes Mal neu erfinden, so, also im Sinne von, ähm, äh, warum sollte er, es ist immer das gleiche Konzept, es gibt die Ursache, die in der Regel nicht die Probleme macht oder sich nicht darstellt und das Einzige, was sich zeigt, sind immer die Folgen. Und dann wird da versucht, dies zu beheben.
28:28Und ähm. Genau, und das bedeutet aber halt, das bedeutet eine unterschiedliche Art des Denkens in Konsequenz, ne. Wenn ich eben kausal probiere zu denken, dann ähm mag ich zwar sehen, was das Problem ist, ne, das sehe ich genauso wie der andere auch, aber man muss sich auch ein bisschen dazu zwingen, es erstmal zu ignorieren, nicht in das Schubladendenken zu verfallen und sagen, Ah, da Problem, da Schublade auf, da Methode, so, sondern man muss halt sagen von wegen, ja, ja, ja, ne, hab ich gesehen, aber jetzt wollen wir erstmal wissen, woran es tatsächlich liegt und dadurch, dass die Ursachen halt mannigfaltig sein können und, ähm, wir womöglich dasselbe Problem haben, was aber viele verschiedene Ursachen haben kann, ähm, ist das eigentlich die Aufgabe, weil wenn ich den Patienten gerecht wirklich kurativ halt arbeiten möchte und auch das System verstehen möchte,
29:23Was dahinter steht, ne, dann hilft mir das dabei. Die Art des Denkens hilft mir dann dabei, eben das besser umzusetzen und besser hinzukommen. Und das nur als Feedback für euch nochmal, ne, da haben wir so wunderbar die Ohren geklingelt, weil ich mir gedacht hab, juhu, äh. Schema ist das Gleiche, ja, ja klar. Genau, aber das ist ja, das ist ja jetzt, was du sagst, ist das Gleiche, was ich auch sage, also ähm, ich geb dir natürlich in allem Recht, ne, man muss da nachdenken und gucken und, äh,
29:53Ähm, aus meiner Perspektive, also alles was so orthopädisch und neurologisch ist, da kann ich so, wie soll ich sagen, freestylen, ne, das fällt mir alles sehr leicht, so, das ist eher mein Thema. Im Vergleich dazu sehr, sehr schwer mit der Internistik, so, aber deswegen habe ich ja dich oder wir haben dich, so, und für dich ist das Thema halt, wo du sagst, ja wieso, ist doch klar, wir machen so und so und so und das ist so und so und so und ähm.
30:21Naja, ich meine, das kommt vielleicht auch ein bisschen klarer rüber, wie es ist, ich habe mir deswegen ein Diagnostikschema halt einfach angewöhnt, um einfach schon mal möglichst viel damit abgeklappert zu haben. Und trotz alledem, es ist natürlich im individuellen Fall immer so, dass sich bei dem einen Gesellschaft, äh, vergesellschaftet sich das, das und das zusammen und beim anderen das, das und das. Ja, das ist ja auch normal.
30:43Das ist immer wieder ein Zusammenspiel.
Komplexität von Krankheiten
30:44Also ich meine, ist ja nicht. Mit der Patient ist keiner gleich, ne? Die Konklusio ist ja jetzt nicht, ah, ich habe Neurodermitis, ich muss nur Vitamin D machen und D, A, A auffüllen. Nein. Das ist ja nicht die Konklusio. Ich glaube, das ist auch klar. Aber der, der, der, der spannende Punkt ist, wer A denkt so, also wer denkt, ah, lass uns mal gucken, was ist mit Vitamin D? Wer denkt schon, ah, vielleicht ist das Ganze nur eine Heilungsplakate, weil Vitamin D nicht da ist.
31:16Und vielleicht ist diese ganze Entzündungskaskade gestört wegen dem DIA. So, also das muss man ja auch erstmal. Ja, und dadurch natürlich dann, ähm dadurch dann auch wieder das Progesteron zu niedrig und das zu niedrig und an inflammatorisches Potenzial grundsätzlich erschöpft und vielleicht. Ich meine, ich sitze ja hier auch und bin ja Fan, so, weißt du, ich bin ja auch, das ist ja für mich, guck mal, wir haben jetzt hier, äh Samstagabend, 21 Uhr und äh, oder Freitagabend, ich weiß gar nicht, Samstagabend haben wir, ne?
31:48Samstag haben wir ja. Samstag haben wir ja. Und das ist ja für mich hier Krimi, das ist ja voll der Krimi, so und wie soll ich gleich mit dem Schlafen gehen, weil ich die ganze Zeit gleich im Bett denke, ey, also es wühlt mich ja auf, so ich äh, das ist ja das Lustige, ich bin äh. Du ich glaube das ist auch der Punkt tats warum ich warum ich mich so auf intern oder mich so in der Internistik eigentlich auch so selber reingew hab ne weil das da einfach gar kein Ende nimmt Das ist jede Schei ist wieder f mich auch spannend wo ich sag boah das hab ich jetzt verstanden ich laufe da immer mit Freude streitig boah kannst du dir vorstellen das hab ich verstanden auch zu den Helferinnen und so weiter die stehen dann immer da so ja passt schon
32:28Wovon spricht er eigentlich? Ist richtig, ist richtig. Das ist tatsächlich auch irgendwie so eine, ja immer wieder so diese kindliche Erkenntnisse, Momente, wo du sagst, boah krass, was das bedeutet, muss ich immer auch merken, weil da muss ich das noch mitchecken und das muss ich mitchecken. Und das ist irgendwie, glaube ich, das, was mich eigentlich an der Internistik, im weitesten Sinn, Internistik eigentlich so begeistert, dass wenn du da wirklich anfängst, dich in das Thema reinzuarbeiten, ist es halt auch so dermaßen uferlos an Verknüpfungsmöglichkeiten und an Zusammenspiel, dass du irgendwann halt wirklich an dem Punkt bist und sagst, boah, wie krass eigentlich, ähm, wie intelligent auch dieses System sich regulatorisch in verschiedene Richtungen abweicht.
33:15Total, total. So, eigentlich mal äh, äh, ja, ich könnte jetzt auch wieder Dinge erzählen, so, das würde aber, wir würden komplett abschweifen, ähm, aber ja, ich gebe dir an allem recht, aber das auf der anderen Seite, ähm, das ist etwas, das ist ein großes Privileg, ähm, den Beruf, den wir haben, diese, diese Freude zu empfinden, oder zu empfinden können, also das, das der Beruf, Das bietet glaube ich bis zu einem gewissen Grad bietet es glaube ich jeder Beruf ne wenn du halt sagst f dich okay das ist wirklich ein Thema dem ich Leidenschaft und Zeit widme und dem ich halt auch vielleicht noch freiwillig Zeit widme auch wenn offiziell die Gesch vorbei sind sondern einfach nur weil das Thema einen halt einfach bewegt und interessiert ne Und ich meine der andere erz vielleicht die gleichen Sachen weil
34:22Na, das ist richtig, aber. Also, Beckerhandwerk oder wie auch immer, ne? Ich möchte das gar nicht jetzt als Spezielle nur auf unseren Beruf reduzieren. Nein, nein, nein. Für mich ist es einfach so erlebbar und das begeistert mich nach wie vor nach den Jahren, dass ich eigentlich sage, cool, es vergeht wirklich keine Woche. In der ich nicht wirklich für mich auch sagen kann, wieder eine total spannende neue Erfahrung, den Horizont, aber auch mein medizinisches Wissen noch weiter ausgebaut, auch meine, sag ich jetzt mal, feinen Skills als Therapeut halt auch noch weiter geschult, ne, also das ist schon irgendwie interessant.
34:58Ja, also, mal wieder ein schöner Fall aus deiner Praxis, ähm, ich freue mich auf den nächsten schönen Fall, den du uns präsentieren wirst. Ja, ähm, und zwar positives Feedback, weil ich hatte ja erzählt von dem einen, ähm, ähm, von dem einen Fall das letzte Mal mit diesen massiven Laser, ähm, Trellarzeichen, wo doch diese massiven Keratosen auf der Haut sich überall auslösen. Ausgebreitet haben und ähm tatsächlich der Verdacht ja im Raum stand, ne, das Lasertrellatzeichen wird ja häufig eben auch in Verbindung mit ähm Neoplasin eben ähm oder wird gerne in Verbindung mit Neoplasin gebracht. Noch dazu, weil es ja bei der Patientin, wie beschrieben eben massivst in kürzester Zeit explodiert ist, also im Herbst dann eben hochgegangen ist.
35:51Und da haben wir jetzt eben auch die Befunde bekommen und ähm ganz interessant auch massiv erniedrigte Vitamin D ähm Geschichten, die das Immunsystem auch korrumpieren und quasi schwächen. Und sie hat dann wir haben es noch gar nicht therapeutisch gestartet sie hat dann nur zu mir gesagt das ist lustig weil als sie das das letzte Mal gesagt haben habe ich daheim schon mal vorsichtshalber angefangen und hab wie fr mal empfohlen von einem jeden Tag so moderat 5000 Einheiten am Tag zu nehmen und was sie dann bis wir uns wieder gesehen hatten weil ich auch so viele Termine halt einfach hatte wir haben das schon gesehen die Tumormarker waren negativ also es ist nichts Tumor im Hintergrund
36:37Dementsprechend hat sie dann eben noch drei Wochen warten müssen, bis wir uns wiedersehen haben. Aber was sie dann von sich aus geschildert ist, als sie selbsttätig, ohne dass wir gesprochen hatten und das Blutbild im Detail beredet hatten, sie hat dann von sich aus jeden Tag 5600 Einheiten quasi Cefavit, glaube ich, war das Präparat, Vitamin D eben genommen. Und ab dem, eine Woche später oder was, haben die Keratosen aufgehört.
37:04Also die Keratosen sind stehen geblieben, sie hat keine Neubildung an Keratosen mehr. Und der Vitamin D-Wert war gruselig niedrig auch, ne? Und deshalb macht es Vitamin D und offensichtlich eben wieder eben so ein spannendes Anwendungsgebiet von Vitamin D, ne? Mit seiner immunmodulierenden Wirkung, ähm, ja, die Keratosen sind zum Stehen gekommen, ohne dass wir überhaupt schon was gemacht haben. War auch, fand ich total spannend, ne, weil ich da auch überlegt hatte, ähm, ja, wie rasant, ähm, was kann denn so, äh, so dafür sorgen, dass so rasant solche Mengen an Keratosen auftreten, ne.
37:42Ja, ja. Und da hat sie eben selber gesagt, ja, steht, macht nichts mehr. Jetzt haben wir die Dosis noch ein bisschen erhöht, damit sie irgendwann mal wieder auf einem physiologischen Level ist, aber, ähm, ja, war, war wirklich interessant. Vielen Dank, dass du uns wieder mitgenommen hast, lieber Tobias. Und äh, ich freue mich schon aufs nächste Mal. Sehr gerne, einen schönen Abend. Ja, danke gleichfalls.