Hormone als übergeordnete Funktionseinheit
Das Hormonsystem als vernetztes Regelkreissystem — Diagnostik und Therapieansätze
- Termin
- 3.–4. Oktober 2026
- Ort
- SOZO Center Vienna, Wien
- Teilnahme
- 997 €
- inkl. MwSt. — keine weiteren Kosten
Alles inklusive: Ausführliches Seminarskript · Verpflegung an beiden Tagen · Maximal 20 Plätze · Teilnahmezertifikat über die Fortbildungsstunden. Kein Präparateverkauf, keine Produktbindung.
Die Werte sind da. Der Zusammenhang fehlt.
Die Patientin ist erschöpft, der Zyklus unregelmäßig, die Schilddrüsenwerte „unauffällig". Also wird die Schilddrüse behandelt, weil sie das Organ ist, für das ein Wert vorliegt. Sechs Wochen später ist die Erschöpfung geblieben, und die nächste Substitution wird versucht.
Das Muster wiederholt sich, weil das Hormonsystem organbezogen betrachtet wird, obwohl es als Netz arbeitet. Nebenniere, Schilddrüse und Sexualhormone regulieren sich gegenläufig — wer eine Achse isoliert behandelt, verschiebt die Störung, statt sie aufzulösen. Dazu kommt eine zweite Lücke: Ohne die Spurenelemente, die diese Regulation überhaupt erst ermöglichen, bleibt jede Substitution wirkungslos. Das Denken endet meist bei „Jod für die Schilddrüse".
Und selbst wenn die Werte stimmen, bleibt die Frage, warum ein Hormon zu langsam oder zu schnell abgebaut wird. Diese enzymatische Ebene taucht im Standardbefund nicht auf — und ist regelmäßig der Grund, warum die Rechnung nicht aufgeht.
Darm, Hormonsystem und Urin sind dabei keine drei getrennten Baustellen: Die Seminare behandeln sie als ein zusammenhängendes Regelkreissystem. Wer diese Zusammenhänge im Befund lesen kann, erkennt die Ursache — statt nur das auffälligste Einzelergebnis zu betrachten.
Wer hier richtig sitzt
- Therapeutinnen und Therapeuten, die hormonelle Beschwerdebilder bisher organbezogen angehen
- Praxen mit vielen Erschöpfungs-, Zyklus- und Regulationsthemen
- Alle, die Laborbefunde im Zusammenhang statt als Einzelwerte lesen wollen
Wer unterrichtet

Tobias Eisenkolb — Heilpraktiker, seit über 15 Jahren in eigener Praxis. Sein Schwerpunkt sind internistische Themen rund um Hormonsystem und Verdauung: naturheilkundliche Verfahren, kombiniert mit dem, was die moderne Labordiagnostik hergibt. Was er unterrichtet, hat er über Jahre in der eigenen Praxis entwickelt und verfeinert — er arbeitet zuerst den Pathomechanismus hinter den Beschwerden heraus und entscheidet erst dann, undogmatisch, welcher Weg dazu passt. Bekannt auch als Co-Host des Eisenkolb & Schöning Podcasts.
Was du danach kannst
Die Achsen des Hormonsystems und ihre gegenläufige Regulation im Zusammenhang darstellen
Erkennen, welche Spurenelemente die hormonelle Regulation überhaupt erst ermöglichen
Enzymatische Rückkopplung über den Hormonabbau in die Befundinterpretation einbeziehen
Die Verbindung zu Schleimhäuten, Darm und zentralem Nervensystem diagnostisch nutzen und die therapeutischen Notwendigkeiten erkennen
Die Inhalte
Das Netz statt der einzelnen Drüse
- Nebenniere, Schilddrüse und Sexualhormone in ihrer wechselseitigen Regulation
- Hypophyse und Hypothalamus als übergeordnete Ebene
- Leber und Pankreas als mitregulierende Organe
Voraussetzungen der Regulation
- Spurenelemente jenseits des klassischen „Jod für die Schilddrüse"
- Enzymatische Prozesse: verminderter und erhöhter Hormonabbau
- Wie sich Mangelzustände im Befund maskieren
Beschwerdebilder als Lerninhalt
- Chronische Erschöpfungszustände bei Frauen und Männern
- Zyklusbeschwerden und menopausale Regulationsstörungen
- Trainingsblockaden und Leistungsabfall im sportlichen Kontext
Brücken zu den anderen Systemen
- Hormonsystem und Schleimhäute — der Übergang zum Darm
- Bezug zur Regulation und Regeneration des zentralen Nervensystems
- Fallarbeit an Befundkonstellationen

Bevor du buchst
Muss ich vorher das Urindiagnostik-Seminar besucht haben?
Nein. Dieses Seminar ist eigenständig verständlich. Wer die funktionelle Urindiagnostik kennt, kann die Inhalte allerdings unmittelbar mit dem eigenen Befundmaterial verknüpfen.
Warum Hormone vor Darm?
Weil hier der Zusammenhang zu den Schleimhäuten aufgebaut wird. Wer mit den Hormonen beginnt, braucht im Darm-Seminar weniger Grundlagenerklärung und kommt schneller in die Diagnostik.
Warum 997 €, wenn andere Fortbildungen zum Thema deutlich weniger kosten?
Weil andere Fortbildungen zum Thema oft nicht von den Teilnehmenden bezahlt werden. Ein großer Teil des Angebots zu Hormonen und Darm wird von Herstellern und Laboren finanziert — dort kostet ein Tag 100 bis 150 €, weil er sich über den Präparateverkauf rechnet, der daran hängt. Diese Fortbildung trägt sich ausschließlich über die Teilnahmegebühr. Das ist teurer und der Grund, warum niemand Ihnen am Ende etwas verkauft. Vergleichbare unabhängige Zwei-Tages-Fortbildungen im deutschsprachigen Raum liegen zwischen 790 und 1.180 €.
An wen richtet sich die Fortbildung?
An Fachkreise: Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten mit Vorkenntnissen in Diagnostik. Vorkenntnisse in Labormedizin sind hilfreich, aber keine Voraussetzung — die Befunde werden von Grund auf hergeleitet.
Wird ein Präparat oder eine Marke verkauft?
Nein. Die Fortbildung ist unabhängig und wird nicht von einem Hersteller oder Labor finanziert. Es gibt keine Produktbindung und keinen Verkaufsblock im Programm.
Wie viele Teilnehmende sind dabei?
Maximal 20. Die Grenze ist keine Verkaufsformel, sondern eine Arbeitsbedingung: Fallarbeit an echten Befunden funktioniert nur, solange jede Frage im Raum drankommt.
Gibt es eine Teilnahmebescheinigung?
Ja, alle Teilnehmenden erhalten eine Bescheinigung über die besuchten Fortbildungsstunden.
Für wen ist das Seminar nicht geeignet?
Wer ein fertiges Therapieschema zum Abarbeiten sucht, wird hier nicht glücklich — die Seminare vermitteln Befundlogik und Entscheidungswege, keine Rezepte. Und wer ausschließlich leitlinienorientierte Schulmedizin erwartet, sitzt im falschen Raum: Gearbeitet wird an der Schnittstelle von Labordiagnostik und naturheilkundlicher Praxis.
Was ist, wenn ich nach dem Seminar Fragen zur Umsetzung habe?
Offene Fragen bleiben nicht offen: Rückfragen zu den Seminarinhalten beantworten wir auch nach der Veranstaltung per E-Mail. Das vollständige Skript mit den Befundbeispielen gehört zum Seminar und bleibt bei Ihnen — Sie müssen also nichts mitschreiben, was Sie später brauchen.
Platz buchen
Ihr Platz ist mit der Zahlung verbindlich reserviert. Die Bestätigung kommt sofort per E-Mail, die Einzelheiten zum Termin in Ghegastraße 3, 3. Stock, 1030 Wien etwa zwei Wochen vorher.
- Ausführliches Seminarskript
- Verpflegung an beiden Tagen
- Maximal 20 Plätze — Raum für Fragen am eigenen Fall
- Teilnahmezertifikat über die Fortbildungsstunden

