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Folge31. August 2026 · 49 Min.

Folge 5: Long Covid & MCAS

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0:0049:22

Kapitel

Show Notes

Long Covid und das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) tauchen in der Praxis oft gemeinsam auf — deshalb besprechen Tobias Eisenkolb und Florian Schöning beide Themen in dieser Folge bewusst zusammen. Tobias berichtet, was ihm bei seinen Long-Covid-Patientinnen als gemeinsames Muster aufgefallen ist: eine erschöpfte Nebennierenrinde mit stark abgesunkenen Cortisol- und DHEA-Werten, teils mit Auffälligkeiten der gesamten HPA-Achse (Hypothalamus–Hypophyse–Nebenniere).

Von dort schlägt das Gespräch die Brücke zum MCAS: Dauerentzündung, steigende Histaminspiegel und Mastzellen, deren Aktivität hormonell — vor allem über Östrogen — mitreguliert wird. Warum die Laborwerte dabei oft unauffällig bleiben, woran ein Neuro-MCAS im Praxisalltag erkennbar werden kann und weshalb Betroffene häufig als „Psycherl“ abgestempelt werden, illustriert Tobias an mehreren Fällen aus seiner Ordination — darunter eine Patientin mit hartnäckigen Magenbeschwerden und Panikattacken sowie ein schwerer Neuro-MCAS-Verlauf, bei dem die Menopause zum Kipppunkt wurde.

Im zweiten Teil geht es um Diagnostik und Therapieansätze: warum Tobias statt einzelner Werte immer das ganze System anschaut (Hypophyse, Nebenniere, Gonaden, Schilddrüse, Spurenelemente), welche Rolle Antihistaminika als Übergang spielen können und weshalb das Transportprotein SHBG für ihn das am meisten vernachlässigte Schlüsselmolekül der Hormondiagnostik ist — inklusive eines Falls, bei dem eine sehr schnelle Gewichtsabnahme unter einer Abnehmspritze die Leber und damit das SHBG massiv verändert hat.

Zum Schluss wird es grundsätzlich: Hormonmangel im Alter („Ich bin 70, ich habe doch eh keine Hormone mehr“), sinkende Testosteronwerte bei immer jüngeren Männern und die Frage, warum ein Blick auf das Hormonsystem bei chronischer Erschöpfung so selten vorkommt. Eine offene Frage bleibt — wie sich das Spike-Protein-Geschehen beeinflussen lässt — und Tobias freut sich ausdrücklich über Erfahrungswerte aus der Hörerschaft.

Hinweis: Beide Hosts sind Heilpraktiker. Diese Folge gibt Erfahrungen und Einschätzungen aus der Praxis wieder und ersetzt keine individuelle Diagnose oder Behandlung.

Transkript

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Worum es heute geht: Long Covid & MCAS zusammen

0:29Oder äh, machen wir so eine Long-Covid-Mcast-Geschichte zusammen? Also können wir das trennen, oder? Nein, ich würde es tatsächlich sogar zusammen machen. Okay, gut. Ähm, die einzigen Mcast-Fälle, die ich bisher hatte, alle ähm quasi mit Long-Covid zusammenhängen. Okay, alles klar, gut. Ja. So, lieber Tobias, heute ist es mal wieder soweit. Und heute hast du eigentlich zwei Themen mitgebracht, wo du schon gesagt hast, dass man die eigentlich manchmal gar nicht so trennen kann.

0:42Wir haben heute einmal das Riesenthema Long Covid, was ja sehr, sehr viele betrifft und auch genauso viele irgendwie interessiert. Und wir haben das andere große Thema, MKs. Und die kann man separat betrachten, aber du hattest mir schon vorab verraten, dass man die manchmal gar nicht so trennen könnte. Das heißt, wir besprechen heute mal Long-Covid und MKV zusammen und du hast da den einen oder anderen Fall schon gehabt und äh, erzähl mal.

1:12Kriegen wir schon fast einen Bus mit voll, ja, das ist wichtig. Ähm, ja, diese Long-Covid-Geschichten, ähm, was bei den Long-Covid-Patienten mir ähm ziemlich schnell aufgefallen ist, dass sie eigentlich alle in so eine Burnout-Schiene reingelaufen sind, also dieses chronische Erschöpfungssyndrom, CFS und so weiter quasi halt im Vordergrund stand und tats als dann das so losging und immer mehr diese seltsamen Mastzellaktivierungssyndrome kamen gerade eben auch vergesellschaftet mit diesem CFS oder mit diesem mit dieser Covid da bin ich dann hellh geworden und hab ja probiert mal zu durchwirken oder nachzuvollziehen was da

2:03Ähm, die ja eigentlich vom Pathomechanismus jetzt die Gemeinsamkeit ist, die beides mit sich bringt. Also fangen wir dementsprechend erstmal mit dem Long-Covid an. Ähm, die Long-Covid-Patienten haben meistens davor entweder eben eine schwere Covid-19-Infektion gehabt oder vielleicht auch gar nicht so schwer, das kann also die meisten schon, aber es gab auch welche, die ja so moderate Symptomatik, Erkältungssymptomatik gehabt haben, aber irgendwie auf diesem Virus, ich sag jetzt mal, hängen geblieben sind.

2:33Und in Folge dessen eben, ja, immer müder geworden sind, antriebsloser geworden sind mit einem diffusen Spektrum auch an Co-Symptomen, die dann begleitend aufgetreten sind, von Schlafstörungen, von nervlichen Erscheinungen und so weiter und so fort. Und es ist natürlich so, ähm, dadurch, wie ja mittlerweile auch schon, ähm, durchgeklungen haben dürfte, ich ja relativ spezialisiert bin auf eben hormonelle Zusammenhänge, ähm, habe ich mir das natürlich erstmal gleich von der hormonellen Seite angesehen und siehe da, was bei den, ähm, gerade bei den Long-Covid-Fällen auftritt, ähm, ist in der Regel eine komplette Nebennierenrindenerschöpfung.

Nebennierenerschöpfung: Cortisol, DHEA und die HPA-Achse

3:21Also sowohl die Cortisolwerte verändern sich als auch die ähm, ähm, DHA-Werte verändern sich, sinken drastisch ab. Was? Ähm, jetzt hat von dem Geschehen, was ja bei Long-Covid passiert, diese ständige Spike-Dauer-Aktivierung, diese ständige Entzündlichkeit, die da ja im Organismus ist, auch irgendwo nachvollziehbar ist, wenn wir überlegen, dass der Körper quasi als Aufgabe bekommt, ähm, diese pausenlos, ähm, getriggerten Entzündungen unter Kontrollen zu machen.

3:51Und wenn wir die DIA in Kontrolle zu halten dann ist es nat schon m ne oder naheliegend dass das eine gewisse Zeit lang nat gut geht irgendwann aber halt dann nicht mehr und die Nebenniere ich sag jetzt mal plakativ anf mit der wei Fahne zu wehen Und wir dann eben feststellen k dass die DIA sowohl im Serum als auch wom im Speichel anfangen abzusinken in dem Fall jetzt eine komplette HPA also diese ganze Hypophysen Hypothalamus Nebennierenrindenachse kann Auff zeigen

4:31Es kann ein bisschen gehen, dass eben das ACTH sich auch verändern und das ACTH drastisch absinkt. Und dementsprechend dann natürlich, was das ganze Ausschütten von antientzündlichen Hormonen und ja auch regulierend, DAA ist ja nicht nur entzündungshemmend, DAA ist vor allen Dingen eben auch für die Sexualhormonkaskade sehr, sehr wichtig und diese zu regulieren. Und dann stellt man eben fest, dass diese ganzen Systeme anfangen zu kollabieren und das meistens auch der Punkt ist, wo dann die diffusen Zusatzsymptömchen individuell auftreten, je nachdem halt ähm, ähm, wo die Schwachstelle beim Patienten ist.

5:12Und ich habe... Aber Entschuldigung, siehst du diese, äh, Co-Symptome aufgrund der sich dann einstellenden hormonellen Disbalance? Ja, ja, ja, absolut. Okay, also sind die, sind die, sind die Co-Symptome schon, ähm, wie soll ich sagen, hormonorientiert? Absolut, beziehungsweise hat sich einfach gezeigt, dass die, ähm, dass die Symptome halt mit einer Korrektur oder mit einem Eingriff in diese, in diese hormonellen Stoffwechselgeschichten einfach verschwinden, ne, genauso wie eigentlich dieses Erschöpfungssyndrom selber.

5:47Aber nochmal zurück eben zu dieser Entzündungsgeschichte. Das, was ja bei den Covid-Patienten sowohl bei den Geimpften als auch bei denen, die eben infiziert waren, ähm ja passieren kann, ist, dass das Spike-Protein-Niveau wahnsinnig hoch bleibt. Sprich ja ein Fremdprotein pausenlos auch leider von den eigenen Ribosomen quasi produziert werden kann Also sprich wir pausenlos selber ein Fremdprotein ein Fremdeiwei in uns erzeugen was das Immunsystem im weitesten Sinne besch und was dann eben auch diese ganzen Entz erkl dadurch dass es die Epithelien und Gef Und Strukturen Neurostrukturen bis hin ja Studien haben ja auch ergeben dass Myelinscheiden quasi sich unter diesen Spike aufl k und dann MS Symptome entstehen k

Die Brücke zum MCAS: Entzündung, Histamin, Mastzellen

6:46Also lauter so eine Geschichten, diese, diese Entzündungen, die dadurch verursacht werden, na, die zerren natürlich ganz, ganz massiv am Organismus und im ersten Schritt halt, was da moderierend, ähm, eingreift, ist halt dieses Hormonsystem, damit auch assoziiert, Spurenelemente Zink, Eisen, Kupfer und so weiter, das würde ich auf jeden Fall auch immer mit kontrollieren, auch wegen dem Einfluss dieser Spurenelemente auf das Hormonsystem. Bei mir gehört es zum Standardpanel. Ähm, ja und ja, worauf möchte ich jetzt halt eigentlich hinaus, dieses was wir da haben, ist eigentlich ja dann ähm die Brücke, diese Diskussion um diese Spike-Protein-Thematik ist eigentlich auch die Brücke, wo dieses zweite Schlagwort dann dieser Mastzellaktivierung auch ähm entstehen kann. Warum?

7:31Warum? Weil natürlich alleine die Vorstellung, dass pausenlos ein Fremdprotein in unserem Körper zirkuliert, ähm, ja schon erwartungsgemäß dazu führen wird, dass auch die Histaminspiegel steigen. Das wird jetzt wahrscheinlich bei den meisten gar nicht dramatisch ins Gewicht fallen, solange eben diese Hormonkaskade auch in Ordnung bleibt oder die Entzündung halt den Körper nicht überfordert. Ähm, bei vielen aber ist es nun mal der Fall und dann tritt eben zusätzlich noch dieses Mastzellaktivierungssyndrom,

8:01Weil auch die Mastzellen von ihrer Aktivität hormonell gesteuert sind. Das heißt, wenn das Hormonsystem zusammenbricht, geht nicht nur der antientzündliche Aspekt, den das Hormonsystem mit sich bringt in die Binsen, sondern es ist auch so, dass der regulierende und moderierende Aspekt, den eben die Hormone und vor allen Dingen Östrogen hier auf die Mastzellen haben, eben auch verloren geht. Und spannenderweise passiert eben dann das, dass sowohl periphere Mastzellaktivierungssyndrome wie auch zentrale Mastzellaktivierungssyndrome ähm auftreten können. Und gerade diese Neuro-MKs-Geschichten, die haben ja wirklich den Teufel gesehen, weil bis auf ein bisschen, äh man kann Histamine im Blut messen, soll aber nicht enttäuscht sein, wenn da nicht großartig brauchbare Werte rauskommen.

8:55Es kann die Aminooxidase reduziert sein, es muss aber nicht die Aminooxidase reduziert sein, gerade je zentraler der MKs stattfindet, desto weniger ist das meistens der Fall meiner Beobachtung nach, aber ähm, Ähm, es ist einfach schwierig messbar. Es ist eigentlich eine Thematik, die einem symptomatisch in der Praxis dann begegnet und ähm, deswegen auch so häufig, glaube ich, ja, gar nicht behandelt wird oder gar nicht auf dem Schirm so wirklich drauf ist, sondern die Patienten kriegen halt nervliche Zerrüttung, Stress ähm oder werden so ein bisschen als Psycherl abgestempelt.

9:33Es wird alles mögliche probiert, hier ein bisschen eine Darmtherapie gegen die Durchfälle, die sie vielleicht entwickeln und hier halt was zum Schlafen, was aber auch nicht funktioniert. Also was ich da schon gesehen habe, wirklich von Antidepressiva über Neuroleptika über Schlafmittel, alles mögliche und das Interessante ist eben, der Patient sagt, nee, ich merke eigentlich gar nicht davon und ähm, wo bei mir mittlerweile die Ohren klingeln, gerade was den Neuro-MKs angeht, das ist einfach ganz klar, wenn der Patient sagt, er fühlt sich,

Neuro-MCAS erkennen: Fall mit Magenbeschwerden

10:03Das fährt auf einmal los und er erkennt überhaupt gar keinen Zusammenhang und er hat selber so das Gefühl, er sitzt irgendwie in einem fremden Zug, über den er keine Kontrolle mehr hat. Da klingen bei mir wirklich alle Alarmglocken mittlerweile und ich habe eben von diesen Neurosymptomen, jetzt kürzlich war erst wieder eine Patientin da, der Eisenkopf Covid gehabt und jetzt sind meine Symptome wieder da, ich habe eine Gastritis und ich habe gesagt, eine Gastritis, ah interessant, ja doch ganz sicher.

10:31Ja, aber mein Gastroenterologe sagt, da ist nix und mein Hausarzt sagt auch, da ist auch nix und ich nehme jetzt schon Protonenpumpenpumpeninhibitor, in dem Fall Pantoprazol 80 Milligramm am Tag. Und mit 80 Milligramm Pantoprazol am Tag hat sie immer noch das Gefühl des Sodbrennens. Und ich habe gesagt, das ist ein Ding der Unmöglichkeit, also jeder, der sich ein bisschen mit Gastroenterologie auskennt, weiß, dass bei 80 Milligramm Pantoprazol am Tag die Belegzelle exakt gar nichts mehr tut.

11:01Und ich habe das dann abgekürzt, äh, weil ich gesagt habe, Sie wissen was, wir machen da jetzt einen Versuch, Sie kriegen von mir einen H1-Rezeptor-Blocker in dem Hydroxyzin, in dem Fall Hydroxyzin, also Atarax, ähm, und, ähm, Sie besorgen sich bitte Levocitrizin dazu, das Antihistaminikum, und dann gucken wir mal, da hat sie gesagt, ah, also sie hat gemeint von wegen, ich hätte nicht alle Lötchen am Zaun, weil sie hat es am Magen, ne, und, ähm, na, gesagt, äh, getan, ne, sie hat es gemeint,

11:31Ja das war ja auch Ihre Panikattacken sind weg und ihre Magenprobleme sind vollkommen behoben Und denselben Fall habe ich schon mal gehabt mit einer Patientin die kam eigentlich wegen chronischen Blasen wegen chronischen Blasenentz wo aber nichts diagnostiziert werden konnte So, das heißt, wir müssen uns halt mal darüber im Klaren werden, dass diese ähm, diese Mastzellen, die an und für sich ja das Histamin produzieren, ne, die sitzen halt in allen möglichen Geweben und vor allen Dingen viel auch in den Schleimhäuten des Körpers drin und dem entsprechend sind alle Schleimhautregionen eben mit diffusen seltsamen Symptomen dann gesegnet, die keiner auch nur ansatzweise dem zuordnet.

12:10Und ähm gleichzeitig aber durch die beschränkte Messbarkeit im Labor ist es tatsächlich auch immer wieder quasi aufmerksam zuhören, ähm, Verdacht haben, einfach dran denken und dann den Versuch wagen. Und deswegen ähm aus dem Zusammenhang zwei Sachen. Ich habe noch keinen, noch keinen Long-Covid-Fall gehabt, der männlich war.

Beobachtung aus der Praxis: fast nur Frauen betroffen

12:37Ja, ich hatte noch keinen Long-Covid-Fall, keine Dame, ähm Long-Covid-Fall, äh mit Long-Covid- und oder Mastzellaktivierungssyndrom, die in der Vorgeschichte ein sauberes Hormonsystem gehabt hat. Wir haben alle Regelbeschwerden gehabt, massives PMS, verlängerte Periode, äh, Zustand nach Kontrazettitive Einnahme, also Post-Pill-Syndrom und, und, und, und, und, und. Vielen Dank, das war nämlich mal eine Frage, die ich zwischendrin hatte. Wenn es denn doch, äh, also wenn die Mastzellen dann doch eher östrogen, ich sag mal, abhängig sind, im weitesten Sinne, so, ähm, also relativ gesprochen, ähm, wäre es auch meine Vermutung, Frauen häufiger als Männer betroffen?

13:24Ja, also wie gesagt, es geht jetzt, seitdem die Geschichte lief, ähm, bin ich immer mehr auf dieses Mastzellaktivierungssyndrom auch sensibilisiert worden, hat mittlerweile da auch wirklich so einen, ähm, ich sag jetzt mal ein bisschen Dreh raus, ne, um das Problem halt auch wieder einfangen zu können, nicht kausal, das ist die Mastzellen produzieren, das Histamin, ne, und das Spike-Protein ist leider dann auch da. Ja, da bin ich noch so ein bisschen am forschen, wie man das in den Griff kriegen könnte, aber es ist so, dass ich die Patienten soweit symptomfrei bekomme.

14:00Deswegen kann ich aber auch sagen dass die Patienten die halt mit Symptomen kommen Frauen sind Und interessanterweise eben die die Impfungen gehabt haben deutlich drastischer als bei denen die eine Infektion gehabt haben Wobei ich auch einen schweren Fall hatte das war ausgesprochen interessant die Dame war Anfang 50 mitten in der Menopause und hatte dann auch Corona vor einigen Jahren und Und hat da auch Symptome entwickelt, die in Richtung eines Mastelaktivierungssyndroms kamen, aber es war dann eben der spannende Punkt, dass mit dem Eintreten in die Menopause die Symptome vollkommen katastrophal geworden sind und sich der massivste Neuro-MKs ausgebreitet hat, den ich bisher hatte. Also die hat wirklich bis zu 14 Tagen dann fast nicht mehr geschlafen und war eigentlich dem Wahnsinn nahe.

14:53Und auch vollkommen verzweifelt, abgemagert, acht Kilo verloren innerhalb des letzten Dreivierteljahres und so weiter und so fort. Die kam Anfang des Jahres zu mir in die Ordination und also das war schon bedenklich, da war auch die ganze Familie dabei, weil die natürlich auch gesagt haben, wir haben alles ausprobiert, die waren in jeder Universitätsklinik, ähm, tatsächlich München, Salzburg, Wien, aber auch in Indien und ähm, ähm, keiner hat was gefunden, jeder hat so auf ein bisschen Darm getippt und klar ist der Darm auch immer ein interessanter Punkt, wenn es um Mast

Schwerer Fall: Menopause als Kipppunkt

15:23Mastzellaktivierungen geht, weil nun mal da Histamin viel entsteht, alleine durch die Residualflora der proteolytischen Keime. Aber das war, ist nicht der entscheidende Punkt, sondern der entscheidende Punkt war, dass sie jegliches Management, äh, jegliche Managementfähigkeit hinsichtlich quasi der Mastzellaktivität ähm verloren hatte, weil sie offensichtlich davor ein sehr geringes ähm Hormonniveau hatte. Und ähm, durch eben die Menopause, die eingesetzt hat, äh, den schlechtesten, das schlechteste Hormonergebnis produziert hat, was ich jemals gesehen habe in den letzten 17 Jahren.

16:00Was dann quasi im Speicheltest tatsächlich so aussah, E2 nicht nachweisbar, E3 nicht wachweisbar, ähm, Testosteron nur bei 7 oder 8. Sollte eigentlich so bei 23 liegen, es war noch ihr bester Wert. Ähm, Progesteron lag glaube ich bei 21, sollte so bei 70 liegen, auch in der Menopause. Und DHEA also quasi die Nebennierenrindenkapazit war auf ich glaube 28 runter sollte bei 300 oder 350 liegen Also das war wirklich hormonelle W und da habe ich auch zu ihr gesagt von wegen gut das ist mit Sicherheit der Dreh und Angelpunkt und ich habe sie dann eben auf eine Dauermedikation mit mehreren Antihistaminika gesetzt also sie hat sowohl H1 wie auch H2 Rezeptorblocker bekommen bei der ging es gut mit Atarax in der Nacht tags Levozitrazin in Kombination mit

17:03Phamotidin und dazu zum Essen Chromoglucinsäure noch dazu, um da den Histaminboost zu dämpfen. Das haben wir dann einige Wochen, Monate gemacht und nebenher eben angefangen über eine DIA-Substitution an und für sich das Hormonniveau wieder anzuheben und mittlerweile, jetzt sind wir langsam im Bereich von einer Dame mit schlechten hormonellen Situationen, aber siehe da, also sie konnte mittlerweile, sie nimmt nur noch eine Atarax-Anteilung,

17:33Tag ab Abend umschlafen zu können und die teilweise nur jeden zweiten Tag, ähm den Rest an Anti-Histaminika konnten sie bereits komplett weglassen, weil eben nur über die Regulation der Hormone sich an und für sich die Mastzellaktivität auch wieder so stabilisiert hat, dass ihr quasi Long-Covid, na also Post-Covid in Long-Covid umgewandelt und darauf gesetzt eben dieses Mastzellaktivierungssyndrom, dass das eben, ja nahezu wiederum ist.

18:03Ähm, die da verschwunden ist und sie ist hochglücklich und ich gehe auch schwer davon aus, dass wir im Laufe des nächsten Vierteljahres auch das Niveau noch weiter so sanieren werden, dass tatsächlich ähm von dem Mastzellaktivierungssyndrom und damit auch von den Long-Covid-Folgen, die sie ja natürlich auch hatte, ne, ich meine, sie war ja vollkommen streichzart, sie war vollkommen erschöpft, fertig, müde, aber gleichzeitig halt ähm überdreht wie ein Kokser und das Ganze ist halt weg, so.

Antihistaminika als Dauermedikation?

18:26Ja, und das ist eben die Beobachtung, deswegen möchte ich dieses ähm, dieses Long-Covid-Thema und Mastzell-Thema gar nicht so ähm, äh, trennen, dadurch, dass eben ähm, ähm, eigentlich die Ursache, die meiner Meinung nach mittlerweile dieselbe ist, ja, also auch durch, bei Long-Covid erschöpft sich eben äh, äh, dieses hormonelle System durch diese Dauerentzündungen. Es muss dann eben nicht sein, dass die, äh, quasi das Histamin, das wird wahrscheinlich ein bisschen Typfrage sein, ob man schon mehr Neigung zu höheren Histaminwerten hat oder nicht, aber dass sich dann eben beim einen dann das Histaminsystem quasi auch noch dereguliert und durchgelegt.

19:08Dann setzt sich der Mk's noch drauf, zentral oder peripher oder halt auch nicht. Ist für dich denn die Antihistamidika-Therapie erstmal eine Dauermedikation? Absolut, absolut. Alleine aus dem Grund heraus, weil natürlich, solange die, also wenn man mal so wirklich Neuro-Mk's-Fälle gesehen hat, die stehen ja wirklich neben sich. Die sind ja panisch und übererregt und zitternd und wissen ja gar nicht mehr, wo oben und unten ist.

19:40Ich meine, die sind in einer Dauerstressschleife gefangen, wo ich natürlich auch davon ausgehe, wenn ich das so lasse, kriege ich die Hormone auch nicht hoch, weil diese Dauerstressbelastung natürlich an der Nebenniere auch zerrt, wie doof. Das heißt, in dem Fall ist es natürlich so, dass die antihistaminische Therapie auf der einen Seite mal eine Symptombekämpfung ist und gleichzeitig auch schon eben eine Stressreduktion für das System.

20:02Ja, ach so. Die wehen wirklich mit der weißen Fahne, ne? Da hast du Werte statt 300 von 50, 30, 20 Piktogramm im Speichel, das ist einfach nichts mehr, ne? Da ist nichts mehr da. Ja, ich überlege gerade ähm, so an meine Long-Covid-Patienten und so und auch mit MKs, das kommt jetzt ja immer ein bisschen mehr hoch, auch dass die Patienten wissen, es gibt MKs und so und vielleicht habe ich das und so. Ja ich meine an der Stelle auch ne es gibt nach wie vor ja Stimmen die Long die Folgen von Long und diesen MKs als vollkommenen Humbug abtun also das ist geradezu absurd ne das ist wirklich geradezu absurd das ist von der klinischen Seite vollkommen absurd weil was was was was was unterstelle ich denn den Patienten dann damit dass alles Psycher sind die irgendwie unter einem Aufmerksamkeitsdefizit irgendwie leiden also ich finde das einfach herablassend ne und gleichzeitig sieht man ja dass eben eine Zielgerichte Und da hat er da zur Symptomatik und zur Pathophysiologie passende Therapie ja auch signifikanter Unterschiede halt einfach liefert ne Und das wird ja auch messbar also gerade diese ich meine wie gesagt die Werte f den MK selber sind schwierig zu messen da haben wir ja nix im Labor was wir da belasten k

Teure Therapieversuche vs. Blick aufs Hormonsystem

21:52Aber was ich natürlich sehe ist, ob jetzt unter der anschließenden Hormontherapie oder eigentlich dieser Nebennierenrindensanierung, der HPA-Achsenregulierung, wenn ich da erfolgreich bin und die Werte ansteigen, verschwinden halt auch die Symptome. Also das kann ich ja nicht wegdiskutieren, ne? Ähm, ne, äh, ja, richtig. Aber wenn ich jetzt so überlege, was, was alles so an Therapien vorgeschlagen wird und so und was, was die Leute so machen von, ich sag mal so, ähm, Sauerstofftherapien in jeglicher Form, ATP irgendwie hochbringen, Misochondrien und so, ähm, ein doch erheblicher Aufwand für alle Beteiligten.

22:37Und mit auch einem erheblichen finanziellen Aufwand, weil die wenigsten Mitochondriatherapien sind geschenkt, ja? Richtig. Äh, und ohne das jetzt abwerten zu wollen, aber man dann einfach über diese einfache, billige Hormontherapie wiederkommt. Ja. Die, ähm, glaube ich, so nicht so viel auf dem Schirm haben, da in dem System mal zu gucken. Absolut nicht, ich sehe ja in den Geschichten, ich meine, die Patienten kommen ja tatsächlich, ich hatte bisher eine bei mir, die saß im Wartezimmer, hatte, hatte, hat sich Covid-19 frisch eingefangen gehabt, ne, und dann kamen sie vier Wochen später eben mit so einem Mastzellaktivierungssyndrom, das war bis jetzt der einzige Fall, der zu mir kam, relativ frisch.

23:22Die anderen Fälle kamen zu mir alle als Endstation, bitte Herr Eisenkolb, tun Sie was, weil ich drehe durch und ich war überall. Die haben den ganzen Gerödel ja für einen Haufen Geld ausprobiert, wie du gesagt hast, von Hyperbarer Sauerstofftherapie, probieren Sie das, Querzitin und ähm, was weiß ich, was die alles genommen haben und in welchen Dosen die sich das reingeballert haben. Und gleichzeitig muss ich halt sagen von der Pathophysiologie so wie ich sie bis jetzt verstanden habe was soll es denn bringen Ich meine womit davon will ich jetzt bitte sch die Mastzellaktivit denn d Wenn ich auf der einen Seite eine Mastzelle habe die auf enorme Mengen von Spike reagiert und gleichzeitig quasi keinen Hemmbolzen in Form von Estradiol mehr hat also verstehst du Ja ja Deswegen es ist auch immer die Frage wie lang wirkt das

24:17Klar kann es sein, dass das jetzt einfach dadurch, dass es auf die Entzündung auch drauf wirkt, mal eine Wirkung hat. Für zwei Tage geht es mir ein bisschen besser. Nur die Patienten, die bei mir sitzen, da ist nicht mehr der Punkt von wegen mir geht es zwei Tage besser. Wie gesagt, die Dame, die da Anfang des Jahres kam, ähm, die hätte nicht mehr 5 Kilo Abnehmen brauchen, ne, die konnte nichts mehr essen, die hat vom Wasser Durchfall bekommen, also da war, die war da gesessen, ne, mit Tränen in den Augen, die hat geheult, wie ein Ding und die Familie sah aus wie von wegen, Herr Eisenholt, da muss was passieren, weil wir wissen nicht mehr weiter und wenn die weiterhin Gewicht verliert und nicht essen kann, fällt die halt um, ne.

Die offene Frage: das Spike-Protein

24:58Ja, also sind wir nicht mehr am Punkt, wo wir sagen, okay, have a try, have a kit card, machen wir mal ein bisschen was mit. So. Und ich kann es halt einfach auch nicht bestätigen, dass diese Therapien funktionieren. Und es leuchtet mir eben auch von der Pathophysiologie her einfach nicht ein, weil die Nebenniere erholt sich nicht unter Quercetin. Tut sie nicht. Also nicht in absehbarer Zeit. Und ähm, wie gesagt, die Antwort, die ich ja auch schuldig bleibe, ist, wie kriegen wir diesen, ähm, dieses Spike-Protein, dieses Erzündungsgeschehen in den Griff, kann ich nicht beantworten. Also, an der Stelle gerne, bin ich gerne auch für Nachrichten offen, mag mir jeder schreiben, wenn er Erfahrungswerte hat.

25:36Ähm, ich hab einen Arzt genannt bekommen, in Hannover, glaube ich, ist der, bei dir um die Ecke, ähm, mit dem wollte ich mich mal in Kontakt setzen, weil der anscheinend irgendwie eine Lösung hat, um tatsächlich diese, diese Dings zu reduzieren, aber hören sagen, ich weiß es nicht, ne, aber offiziell gibt's exakt gar nichts. Ja. Ja, mir läuft's, wie gesagt, auch nicht ein, weil wenn's drinnen steht und die Rigosomen das einfach bauen und bauen und bauen und bauen und bauen,

26:06Ja aber ich ohne jetzt hier Honig ums Maul zu schmieren aber wenn ich w wenn du Wenn ich du w dann Ja wie gesagt ich meine das hat f uns schon f uns in der Ordi war das tats ich meine manche kennen die Geschichte auch bei mir hat das ja auch ein bisschen einen privaten Hintergrund warum ich mich mit dem Thema wirklich intensiv auseinandersetzen musste um dann eine L herbeizuf weil ich eben auch im n Umfeld so ein Wo die wo die H wirklich gebrannt hat und wo genauso alles ausprobiert wurde und ich wei nicht der angeblich Ahnung hat davon und halt derselbe kam ne und nichts besser wurde

26:51Ja, so, bis man dann eben, ähm, bis sich dann dieses System eigentlich so entwickelt hatte und das tatsächlich etwas ist, woran ich nach wie vor feile, ähm und selber auch immer wieder rumprobiere, ähm, welche Kombinationen sind gut, wie kriegen wir das in den Griff und wie kriegen wir es am schnellsten wieder hoch, aber wie gesagt, äh, bisher jetzt halt von, von, was dieses, äh, die Kompetenz des Körpers angeht, dieses Entzündungsmanagement und diese Stabilisierung der Maustzellen wieder herzumachen, ist dieser hormonelle Ansatz bisher,

Diagnostik: das ganze Hormonsystem im Blick

27:21Der, der Funktionalste, der auch tatsächlich das Gesamtbefinden signifikant verändert. Ähm, das ist ein Punkt, ähm, ja, da forsche ich selber ähm weiter und beim anderen keine Ahnung, keine Ahnung, da bin ich, das ist immer so, so, so, so, für mich so ein Thema, das liegt da oben drauf, wo ich dann auch äh, äh, äh, an manchen einsamen Abenden mich mal Mit der KI hinsetzt und sagt, du lass uns mal wieder über das nette Thema, wie kriegen wir denn irgendwelche, wie kriegen wir denn irgendwelche Spike-Protein-Produktionen wieder gehemmt, dann lachen wir beide recht herzlich und ja, denken weiter.

28:06Wenn du, wenn du magst, magst du, äh, also ich weiß, ähm, äh, du hast ja gerade einen Hormondiagnostikkurs, oder Hormonkurs, ist ja Diagnostik und Therapie zusammen, äh, hast du gerade zusammengestellt, der geht ja jetzt auch demnächst, äh, online, wo sich Interessenten dann, äh, für einschreiben können, können dann Kurs ja besuchen, aber gerade Thema Nebenniere ist ja schon seit, Äh, Ewigkeiten äh, ein Thema, äh, wo es ja auch zig Konzepte für gibt und von einfachen Sachen, ich sag mal so phytotherapeutisch bis hin zu Hydrokortison und solchen Geschichten, dann kannst du so einen kleinen, kleinen Einblick geben, was da so deine, ähm, Idee ist und deine Hereingehensweise?

28:57Wie gesagt, also grundsätzlich ähm, ähm, wenn ich diese Hormonthematiken angehe und noch dazu, wenn sie so schwerwiegend sind, die Ich versuche schon nicht nur jetzt einen Spot im Hormonsystem abzubilden, sondern mir einen guten Gesamtüberblick zu schaffen. Also ähm es geht immer darum, Hypophysenfunktion, Nebennierenfunktion, Gonadenfunktion, das ist so, und Schilddrüsen natürlich dazu, ne die gehören zusammen. Äh ich schaue immer, dass ich die Mineralstoffe äh mir angucke im Serum und wie im Vollblut, man unterschätzt vollkommen ähm, äh wie gut eigentlich diese ähm Hormongeschichten eben auf äh

29:38Zink, Kupfer, Eisen und so weiter reagieren. Ich meine, du kommst aus dem Kraftsport auch, na, in einem Kraftsport, da braucht man nicht erklären, dass er Zink braucht für eine Testosynthese, ne. Aber irgendwie ähm, ist das so ein Ding, ähm, überhaupt dieses ganze Hormon-Thema, ne. Da ist irgendwie, das ist so ein Buch mit sieben Siedeln, also ich merke es ja auch, wenn ich mich mit Kollegen unterhalte, dann so ätzend, keine Ahnung.

30:03Ich mache immer meine einprozentige Progesteron-Creme und 0,03 oder 0,05 E2 dazu, das hilft, dass gut in der Menopause so und Friede ist. Ähm, deswegen, letztendlich geht es immer darum, äh, mal diese, diese Gesamtübersicht zu verschaffen, weil dann natürlich auch die Frage besteht, ähm, an welchem Punkt im System muss ich denn eigentlich ansetzen?

Werkzeugkasten: von Hormontherapie bis Neurostimulation

30:28Es ist nicht immer so, dass ich jetzt, dass es viel mehr bringen wird nachhaltig, wenn ich jetzt halt nur Nebennierenrindenhormone substituiere und sehe, dass die Hypophyse vollkommen hin ist. Gleichzeitig, wir haben natürlich immer von der Überlegung Rückkopplung, ne? Also, äh, wird das eine System gestärkt, dann wird das andere entlastet, regeneriert sich, fährt vielleicht wieder hoch und so weiter und so fort. Ähm, ich hatte gehört, die Frage, die du ja quasi mitgestellt hast, ist ja, was nutze ich denn eigentlich alles, ne? Also, ich nutze, ähm, von,

30:57Hormon-Ersatztherapien, Oral, Transdermal, ähm, Phytotherapeutika, Homöopathika, Komplexmittel-Homöopathika, anthroposophische Arzneimittel, die ich dann injiziere an Reflexzonen, ähm, Neurostimulation, TPS, alles mögliche, mir ist das vollkommen wurscht, das ist, ich bin grundsätzlich, wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass meine Therapieansätze so weit kreativ sind, als dass ich nur überlege, wo ist das Problem, wo muss ich

31:27Und wie kann ich da wom eine Ver bewirken so Und ich hatte wir hatten den Fall auch schon mal in einem anderen Blog quasi besprochen mit einem jungen Kerl bei der nicht in die in die Pubert quasi gegangen ist da war es damals ja auch eigentlich ein hypophys Problem wir sind mit dem TPS ein einziges Mal draufgegangen und das Ding ist angesprochen und dasselbe nat auch zu beobachten bei niedrigen ACTH ich gehe drauf und das ACTH springt wieder an das ACTH steigt ich habe es neulich erst gehabt bei einer jungen Patientin

32:03Mit einer systemischen Neurodermitis und massivstem autoimmunen Haarausfall, der zum Stoppen gegangen ist, die Haare sprießen wieder, die Neurodermitis ist auf 20% ca. runter, wo der ACTH-Wert noch bei 2 lag oder sowas. Und ähm nach der TPS und der entlastenden Behandlung, die wir dann gemacht haben, auch mit Nebennierenrindenstärkung, ist er jetzt auf 14 wieder oben. Äh, sprich das System hat überhaupt von, äh seitens der Stimulation des Gehirns, überhaupt wieder die Möglichkeit, die Nebenniere so anzugehen und so anzuregen, zu sagen, du übrigens, ähm es wäre schön, wenn du auch dein Spiel mitspielen würdest, ne.

32:44Und das meine ich damit. Wenn wir da anfangen mit, ich messe jetzt mal ein bisschen Progesteron und Östrogen, ähm irgendwie bei der Frau und beim Mann messe ich vielleicht, ähm, ähm Progesteron und Testosteron, also das ist für mich, das hat mit Endokrinologie nicht viel zu tun, ne, sondern wenn ich das mache, muss ich schon gescheite Panels machen. Da können so Sachen wie SHBG dazu, um zu wissen, was, äh, was mit jetzt an dem Thema freien Hormone überhaupt los ist.

SHBG: das übersehene Schlüsselmolekül

33:13Ich weiß, SHBG ist ja so ein bisschen dein, äh, wie soll ich sagen, Lieblingsthema im Sinne von, was wird am meisten vernachlässigt? Ja, ich reite gerne drauf rum, weil es tatsächlich einfach so der Stiefkind, also ähm offensichtlich zu sein scheint, ähm und dabei ist es eigentlich halt so ein Schlüsselmolekül, mache ich das nicht mit, kann ich die Werte, die ich da gemessen habe, sowieso in die Tonne treten. Ich meine, wenn man weiß, SHBG ist immer sehr, sehr androgen, ähm affin, ähm und wird eben ähm in der Leber gebildet und ersetzt dann quasi Albumin als Transportmolekül mit einer viel, viel höheren Bindungsaffinität, also sprich alles, was an SHBG andockt, ist halt angedockt.

33:58Und dementsprechend wird halt auch nicht freigesetzt dann frage ich mich schon was machen wir denn eigentlich wie kann ich denn ein Hormonpanel beurteilen ohne SHBG also wer macht das Und die F haben wir ja auch man ist ja auch immer wieder in der Praxis Frau kommt mit massiven PMS und die werden Symptome die mit eigentlich einer Hormonst assoziiert sind Nur, sie hat immer ihre 28-Tage-Zyklus. Das ist so ein Klassiker, da pfeifen mittlerweile bei mir schon die Ohrwatschel, weil das sind immer die mit hohem SHBG, ne, die haben zwar ihre 28-Tage-Zyklus,

34:31Ich kann beispielsweise per se ja in Blut genug von dem Zeug produzieren, ähm, aber es kommt halt, wird halt nichts Rezeptoraktiv freigesetzt. So, und dementsprechend ja auch die Diskussion um die Speicheltests, ne, die Speicheltests müssen dann halt einfach gemacht werden, damit ich überhaupt weiß, wie, wie, wie hoch ist denn das Niveau an freiem, ähm, an freiem Hormon tatsächlich. Ich weiß ja nur, wenn ich es SHBG gemessen habe, hu, wahrscheinlich ist es nicht hoch oder sollte eigentlich passen, ne.

35:00Und genauso habe ich aber auch die Fälle, wo ich SHBG sogar niedrigt habe, die sind zwar wesentlich geringer von der Häufigkeit her, aber auch das ist da, wo ich mir natürlich auch Gedanken machen muss, okay, wenn die Leber so wenig SHBG produziert, warum quasi ist denn der Bedarf an freien Hormonen des Organismus so hoch? Also auch daraus lässt sich ja ein Rückschluss ziehen. Und dann natürlich noch zu wissen, was mache ich denn jetzt eigentlich bei einem erhöhten SHBG, das hilft vielleicht auch noch in vielen Fällen.

35:29Auch dazu, die hatte ich letztens auch erst, ja vor 10 Tagen oder sowas einen Fall, die Patientin kam eigentlich, ja das war eigentlich interessant, die hatte schon mal quasi eben auch so ein Long-Covid-Syndrom mit Nebennierenrindenerschöpfung, wie sie selber drauf gekommen ist, weil sie sich damals selbst im DHEA gegeben hat und dann wurde es besser sein.

Fall: Abnehmspritze, Leber und SHBG

35:53Dann war das Thema vom Tisch probieren, alles gut, musste ich auch lernen, sie hat es dann irgendwie in der Eigenmedikation gemacht, weil sie es in irgendeiner Zeitung gelesen hat, weil keiner der behandeltenden Ärzte wusste, worum es geht, oder Therapeuten im Allgemeinen, ich möchte gar nichts gegen die sagen, sondern keiner von den Therapeuten hat quasi gewusst, was eigentlich da los ist. Das gute Thema war dann vom Tisch und dann kam sie jetzt, äh nachdem sie einen neuen Job hatte, auf die Idee, ähm, ja sie hat ein bisschen zu viel auf den Weppen, ne, sie hatte 118 Kilo auf 1,70 Meter, das ist schon auch ordentlich, klar.

36:27Ja und auch wieder in eigene Recherche ist sie dann auf Retatrotit gesto was ja im Sportabspielzeit lang genommen wird ein Peptit ne quasi verwandt mit diesem Ozempig und Munjaro nur wesentlich potenter und mit Sicherheit die Zukunft ist aus besseren Mitteln nur so am Rande ohne Schleichwerbung machen zu wollen Aber ähm, man muss halt wissen, was man tut. Ich meine, es ist ein tiefer Eingriff ins Insulinglucosesystem und auch ins hormonelle System.

36:58Und dadurch, dass es so gut wirkt, ist halt wirklich damit zu rechnen, dass das Gewicht purzelt. So, das ist ja jetzt erstmal schön, das hat sie auch dann gehabt, sie hat nur leider in 8 Wochen 20 Kilo verloren. So. Ein Traum, wie es jede Brigitte Zeitschrift prophezeit. Nur, man kann sich natürlich auch überlegen, wenn 20 Kilo Substanzgewebe abgebaut werden müssen, dann ist das für den Körper Arbeit. Das ist nicht nur schön, dass das weg ist, sondern das Zeug muss ja erstmal verstoffwechselt werden.

37:28Und hier sind wir eben bei der Leber. Und die Leber, die hat darunter gelitten. So, und was die Leber dann nämlich gemacht hat bei ihr, ist das SHBG hochzufahren. Also sie hat massiv SHBG produziert in rauen Mengen. Bei vollkommen normalen Hormonenwerten erst mal hat er bei SHBG produziert ohne Ende. Und das Blutbild, was sie mir hingelegt hatte von der Endokrinologin, die zu ihr gesagt hatte, nee, es ist alles gut, das passt alles, ne?

37:52Äh, hat sie gesagt, ja, das ist mein Blutbild noch sagen. Entschuldige, aber das kann ja jetzt, ohne dass ich jetzt weiß, wie die Geschichte weitergeht, glaube ich, weiß ich schon, wie die Geschichte weitergeht, weil eigentlich, da hast du die Pointe schon vorweggenommen, aber äh, machen wir weiter. Ja, es war nicht ganz so gut, wie es ihr verkauft wurde. Also, der SHBG war bei über 230, mehr konnte das Labor gar nicht darstellen, es sollte liegen bei einer Frau so zwischen 50 und 70.

38:18Ähm und interessanterweise waren eben die anderen Hormone auch erhöht, also Testosteron, DAA war erhöht und darauf erinnert sich auch die Kollegin angesprochen und die Kollegin meinte dann von wegen, kann sich auch nicht erklären, ich schätze mal sie konnte schon erklären, aber was hätte sie sagen sollen, wie soll sie jetzt das SHBG per se schnell runterbekommen, das wird sie halt wahrscheinlich nicht gewusst haben.

38:40Auf jeden Fall ist die so gegangen, legt mir eben diesen Zettel hin und ich sage zu ihnen, na, das ist ja offensichtlich. Wieso ist das offensichtlich? Bei dem SHWG müssen wir davon ausgehen, dass sie nicht ein fatzenfreies Hormon mehr haben. Also sie sind quasi funktional wieder in diese totale hormonelle Erschöpfung, also wieder in quasi so einen hormonellen Burnout reingefangen, wie sie es bei Long Covid und davor auch schon mal bei einem Burnout hatten, nur diesen.

39:08halt über diesen SHBG-Mechanismus, den sie sich selber mit ihrer viel zu schnell, ähm, mit ihrem viel zu hohen Gewichtsverlust quasi generiert haben. Und das aber, obwohl sie vollkommen normale, sogar zu viele Hormone haben, weil der Körper halt, und jetzt kommt der Punkt, wahrscheinlich hat er halt die Androgene hochgefahren, weil er gesagt hat, von wegen, oi da, äh, es kommt überhaupt nicht so ein Rezeptor an, ne, also schaue ich, dass ich mehr Hormonen freisetze, aber das DHA, hat er gesagt, äh, das SHBG hat er gesagt, ja, ich bin schon da,

39:35Ja, eingefangen, ne, Tüte außen rum gemacht und Feierabend, so. Und das ist eigentlich, das sind so spannende Fälle, wenn man da eigentlich Hormonmangelpatienten hat, ohne einen Hormonmangel zu haben. Vermeintlich. Ja, genau. Und ähm, dementsprechend ist natürlich die Therapie eine ganz andere, die kriegt keine Hormonersatztherapie, sondern wir müssen halt irgendwie gucken, dass wir halt das, sag ich mir, ja. Genau, genau. Das war diese kleine Anekdote und das gibt's halt auch immer wieder und das SHBG, deswegen reite ich da drauf wirklich so häufig rum, weil es mir halt regelmäßig in der, ähm, ja in der Praxis über den Weg läuft, ähm, dass halt das SHBG hochgeht und das SHBG geht auch häufig gerade in der Menopause nochmal hoch, wenn quasi inadäquat viel Östrogen substituiert wird.

40:24Ähm und leider eben häufig ja Transdermal als bioidente Hormontherapie, weil das Östrogen quasi in der Leber zu einer vermehrten SHBG-Produktion führt. Und dann haben wir halt den Effekt, dass uns eigentlich die gut gemeinte Östrogentherapie, die zu hoch dosierte, die ja den Knochen vor der Östrogenmangel aus Typorose schützen soll, dazu führt, dass aber das ganze Hormonsystem blockiert.

„Mit 70 habe ich doch eh keine Hormone mehr“

40:48So, deswegen ist HBG an dieser Stelle. Also wir kommen jetzt natürlich von Long Covid auf MKs. Ja, genau. So, da sind wir eigentlich hergekommen, aber wir sind jetzt ja bei den Hormonen gelandet und jetzt sind wir bei Hormonmangel. Ja. Vorhandenen, aber nicht erkannten oder versteckten. Und äh, ich hatte heute erst einen Anruf von einer Patientin, oder von vielleicht einer zukünftigen Patientin, die äh, hat mich tatsächlich angerufen, das fand ich sehr lustig, ich würde ja diese Urin-Diagnostik machen.

41:25So wo ich dachte okay wo hat sie das her oder wer hat ihr das gesteckt Und dann was man da sehen w und was man damit machen w da habe ich gesagt naja so Bl und so ja und Osteoporose und so sag ich ja Ja, da äh, würde man vielleicht, könnte man sich die Urin ja mal angucken, ne, wenn sie so ein Darmproblem haben und äh, mit der Osteoporose-Geschichte, sag ich auch da, könnte man sich die Hormone angucken. Ja. Und dann sagt sie, ja, das brauchen wir ja nicht mehr machen, ich bin ja 70 Jahre alt, ich hab ja eh keine Hormone mehr. Ja, ist cool. Und dann sag ich, ja, gerade deswegen würde ich Hormone angucken, weil sie Hormonmangel haben.

42:31Aber so wird es den Leuten ja erzählt, ne? Dadurch, dass sie ja schon so alt sind, haben sie höchstwahrscheinlich einen Hormonmangel. Ja, magst du? Aber deswegen brauchen wir den auch nicht mehr zu untersuchen, wo ich sage, ach so, ne, macht Sinn. Also gerade in dem Alter, wo ich dann zu erwarten habe, dass einfach durch das Absinken der Hormone auch gerne mal viel zu geringe Spiegel erreicht werden, genau, da braucht man ihn ja kontrollieren, weil was macht das schon, ne?

42:59Bis auf bisschen Schlafstörungen, Osteoporose, Panikattacken, Bluthochdruck, Verdauungsstörungen, also ich meine... Alzheimer, Demenz, Dementia, Kleinigkeiten, alles Kleinigkeiten. Da habe ich es mir auch gesagt, ja, sie haben natürlich weniger Hormone im Vergleich zu dem, zu dem Alter, wo sie noch 20 waren, aber trotzdem sollten sie nicht null Hormone haben, so. Also, dann habe ich da ein bisschen was erzählt und dann sagt sie, ja, so hat das ja noch keiner, das hat mir noch nie einer erzählt.

43:30Schräg. Deswegen rufen sie ja vielleicht auch an. Schräg. Ich habe neulich auch erst gehabt bei einer Patientin, die war auch älteren Baujahrs, über 70 und die kam tatsächlich von ihrer Gynäkologin und die Gynäkologin meinte zu ihr,

Low-T: Testosteron bei Männern sinkt

43:45nee, also in dem Alter machen wir keinen Hormontest mehr. Aber ihr behandelt uns für Porose, interessant. Ich weiß nicht, wie man Osteoporose erfolgreich behandelt ohne Östrogen, ist mir schleierhaft, aber... Also das ist ich denke da k wir beide jetzt ne Menge zu sagen aber um politisch korrekt und fair zu bleiben es werden nicht alle Parameter angeguckt die man vielleicht sich angucken m Und es ist ja tatsächlich so, ich meine gerade diese chronischen Müdigkeitssyndrome und äh auch bei den Alten, ich meine ja, es sind alte Menschen, aber äh trotz alledem müssen sie deswegen nicht am Zahnfleisch daherkommen.

44:28Und wenn ich da jetzt mit einer ähm wirklich guten ähm hormonellen Therapie, und ich spreche nicht davon, dass die alle gleich Hormonersatztherapie und Cremen müssen, wie die Blöden oder sowas, ne. Also wenn man da mal hinschaut und kann ihnen quasi nochmal einen deutlichen Schub auch an Lebensenergie geben, ähm, warum denn nicht? Also, das hat ja einfach eine Möglichkeit zu tun, ne. Äh, auf der anderen Seite, wenn wir gucken, dass jetzt zum Beispiel Testosteronmangelsyndrom, also Low-T-Syndrom bei Männern.

45:00Krass und immer mehr, gell? Ja, die werden immer jünger, also jetzt heißt es laut offizieller äh, ähm, Sagung, ab 40. Lebensjahr sollte man gucken. Ich empfehle das, wenn ich die Männer schon kriege, sage ich, du bist Mitte 30, lass jetzt schon mal gucken, so. Und die Statistik sagt ja auch ganz deutlich, dass selbst bei denen, die nicht unter Low-T per se leiden, eigentlich die Hormonspiegel absinkt seit 100 Jahren.

45:30Ich sehe es selber immer wieder, wenn ich Männer teste und wie gesagt gerade im Speichel, man merkt dann, okay, das Labor gibt so an so, ja, 100 Piktogramm pro Milliliter als Obergrenz. Sondern wenn du da mal so die Literatur durchgehst und dann sagen, boah, in dem Alter, also so mit zwischen 20 und 30, solltest du schon auch an die 100 Piktogramm haben, ne? Und dann sitzt dann einer vor dir und sagt, ja, ja, ja, 55 ist ja gar nicht so schlecht.

45:59Und du denkst, Leute, in dem Alter fällt der Ausgangspunkt, ne, aus dem du jetzt quasi absinkst. Noch was absinkst, ja. Ja so das sind n dann die die dann mit 50 da sitzen mit einem Testosteronwert von 20 und sich fragen warum sie eigentlich sich vorkommen wie einfach viel zu wenig Butter auf viel zu viel Brot verstrichen ne also ich bin irgendwie m ach ne Lust habe ich eigentlich ach ne das habe ich schon lange aufgegeben und so geht das ja weiter ne die haben ja keinen Drive mehr und das muss das h mit Sicherheit zu einem gewissen Grad und auch nat mit unserer heutigen Lebensweise dazu ich meine Testosteron kommt von Muskulatur aus Also nicht gerade Aber wenn du eben wie heute unser Bet ausschaut und wie wenig wir halt k arbeiten und das war wer hat fr denn die schweren Arbeiten gemacht am Hof ne H gehackt H irgendwas rumgezogen das Feld bestellt und so weiter und so fort

Fazit: Hormone checken — und Verabschiedung

47:02Ja, das war am ganzen Tag körperliche Arbeit, die haben natürlich das Drohnenwertige von der Stiere, also wenn die jetzt nicht wirklich irgendwie einen latenten Prophanatismus oder irgendetwas gehabt haben, dann waren die halt beieinander. Ja, ja. Ja, ja. Diese unsäglichen Thematik des metabolischen Syndroms, wo ich auch der Meinung bin, dass ein Großteil eigentlich diese hormonelle Dysbalance ist, die sich dann über die Zeit halt einstellt, weil wir halt den Grundumsatz nicht haben. Wir haben die körperliche Beanspruchung nicht, die halt dafür sorgen würde, dass die Androgene halt hochgehen und halt die ganze Zellatmung unterstützen. Und das ist das Problem, was wir heute haben und was wir feststellen.

48:07Ähm und was sich natürlich bei Männern noch viel eklatanter eigentlich ausübt, ähm wirkt wie bei Frauen, weil bei Männern halt einfach, wenn das Testosteron von 100 auf 50 Piktogramm abfällt, das ist halt ein Bauernschul. Wir brauchen halt mehr von dem Zeug, damit wir so funktionieren, normal wie wir funktionieren sollen. Ja. Ja. Gut, also zusammenfassend, Glonkobit, MKs, Antihistaminikum und ganz ganz wichtig, Hormone checken. Ja. Und diesen Podcast folgen, bis wir eine Folge machen, wo du dann verkündest, ich habe jetzt Fälle gehabt, wo wir nachweislich Spike-Protein reduzieren konnten. So machen wir das. So machen wir das.

48:59Gut, mein Lieber, in dem Sinne, wie immer, vielen Dank. Sehr gerne. Und dann bis zum nächsten Mal mit einem neuen Thema. So, machen wir das. Ciao, ciao. Ciao, ciao.